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Läufers Weisheiten

Irgendwann musst du nach Biel!
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Nach ihrem umgeknickten Fuß (Röntgenlauf vor 4 Wochen), aufgrund dessen wir das Training immer und immer wieder nach unten anpassen und entsprechend nicht ganz optimal gestalten konnten ist es nun endlich soweit, an diesem Samstag 12 Uhr startet Melanies Jahreshighlight, der Lauf, der ihr sicherlich alles abverlangen wird, ein Event, das sie garantiert an ihre Grenzen führen wird - der KoBoLT!

Als sie vor etwa einem 3/4 Jahr darüber gelesen hatte schwirrte er ihr ständig im Kopf herum und sie konnte einfach nicht mehr von ihm lassen. Am Seilersee trafen wir dann Andreas Spieckermann, einen der Organisatoren, und sprachen ihn darauf an. Dieser schickte uns dann bereits einen Tag später die Einladung (einfach so anmelden ist da nicht, da es sich ja um einen Einladungslauf handelt). Und klar, Meli wollte das volle Brett - also die ganzen 140 Km und nicht "nur" den "Kleinen KoBoLT mit "nur" 106 Km und etwa 3000 Hm! Also meldetetn wir uns an....


Hier ein paar Eckdaten:

  • Start: Samstag, 24.11.2012 - 12 Uhr Koblenz Ehrenbreitstein
  • Ziel: Sonntag, 25.11.2012 - bis 17 Uhr Bonn-Beuel
  • Streckenlänge: 140,5 Km
  • Höhenmeter: 4446 m
  • Zeitlimit: 29 Stunden
  • Verpflegungspunkte: 4
  • Punkte für UTMB: 3
  • Strecke: Rheinsteig
  • Cut-offs: VP1 Rengsdorf 17:30 Uhr und VP3 (Dropback) Erpeler Ley 6:00 Uhr
  • Sonderregelung: 6 Pflichtfotos müssen geschossen werden (Welche werden beim Start bekannt gegeben)
  • Begleitpersonen: Verboten
  • Pflichtausrüstung: 1,5 L Wasser, Langarmshirt, lange Hose, Stirnlampe, Handy (Fotofähig oder zusätzlich Fotoapparat), Notfallpfeife, Geld, Trinkbecher, Rettungsdecke
Dazu etwa 15 Stunden Dunkelheit, Kälte, vielleicht Regen...

Eben eine echte Herausforderung - DAS ist es, was Meli daran so sehr reizt!

Alle weiteren Infos: www.kleiner-kobolt.de

 

Das Training, bei dem ich Melanie mehrfach an und über ihre Grenzen und ab und an einmal nahe an die Tränen gebracht habe ist nun beendet. Ob es gereicht hat werden wir sehen. Die Sachen sind gepackt, das Auto beladen, die Strategie steht...


Hier die Teilabschnitte mit unserem ungefähren Zeitplan:

8,7 Km 249 Hm Koblenz – Vallendar 1:15 (13:15 Uhr)
12,8 Km 431 Hm Vallendar – Sayn 3:15 (15:15 Uhr)
12,9 Km 405 Hm Sayn – Rengsdorf VP1 Cut-off 17:30 Uhr 5,5 Std 5:15 (17:15 Uhr)
18,7 Km 486 Hm Rengsdorf – Leutesdorf 9:00 (21:00 Uhr)
12,8 Km 468 Km Leutesdorf – Rheinbrohl VP2 11:30 (23:30 Uhr)
14,6 Km 463 Hm Rheinbrohl – Leubsdorf 14:30 (2:30 Uhr)
13,7 Km 500 Hm Leubsdorf – Unkel VP3 Cut-off 06:00 Uhr 18 Std 17:30 (5:30 Uhr)
9,5 Km 311 Hm Unkel – Bad Honnef 19:30 (7:30 Uhr)
13,4 Km 610 Hm Bad Honnef – Königswinter 22:30 (10:30 Uhr)
8,7 Km 323 Hm Königswinter – Dollendorf 24:30 (12:30 Uhr)
13,2 Km 194 Hm Dollendorf - Bonn 28:00 (16:00 Uhr)

 

Meine einzige Aufgabe wird es sein, meinen Schatz erfolgreich nach Bonn-Beul zu bringen, und zwar im erlaubten Zeitfesnter von 29 Stunden. Sprich, ich kümmere mich um die Wegfindung, Energieversorgung (GPS, Handy usw.), die Bilder und Videoaufnahmen, das richtige Tempo (einhalten der beiden Cut-offs), die regelmäßige Energieversorgung und wenn nötig die richtige Motivation.

Wir sind hoch motiviert - KoBoLT - wir kommen - und werden wenn möglich ab und an auf Facebook posten!
 
Blog Training
Es ist wohl vollbracht, das Training für den KoBoLT, denn alles was jetzt nicht trainiert ist kann man sowieso nicht nachholen! Und ab jetzt geht es nur noch darum, die Form zu halten und das Training ganz allmählich herunterzufahren! Tapering ist also langsam aber sicher angesagt!

Die letzte Woche hatte es allerdings noch einmal in sich, denn 116 Km mit nochmals knapp 1700 Höhenmetern galt es in  Trainingseinheiten zu bewältigen! Ziel war es, den Körper noch einmal an die Grenzen des machbaren zu führen und ihn nochmals so richtig auszupowern - bis nichts mehr geht! Und genau das haben wir gemacht! Meli war am Samstag fix und alle und wirklich froh, Sonntags dann einen lauffreien Tag zu haben.
Und so langsam steigt dann doch die Spannung, sind es doch nur noch ganze 11 Tage bis zum Start - wir freuen uns!

Einheit Dienstag - 18 Km gemeinsam etwas flotter
Sondereinheit Mittwoch Steffen 10 Km schnell
Einheit Mittwoch gemeinsam 10 Km 550 Höhenmeter
Einheit Donnerstag 19 Km flott (Meli und ich aus Zeitgründen leider getrennt)
Einheit Freitag gemeinsam 31 Km 880 Höhenmeter
Einheit Samstag gemeinsam 27 Km 200 Hm

 
Blog Training
So oder so ähnlich könnte man das verlängerte Trainingswochenende (Do - So) letzte Woche durchaus beschreiben! Warum? Na, weil genau dieser exakt 22 mal erklommen wurde.
Nachdem wir den Röntgenlauf erfolgreich (bis auf Melis Fuß, den sie sich leider übelst verdreht hatte) und sogar mit einer neuen PB über diese Strecke bestritten hatten sollte sie im Anschluss kommen, die sogenannte "Hammerwoche". Die Woche also, mit den mit Abstand meisten Kilometern und vor allem Höhenmetern in der Vorbereitung auf den KoBoLT.
Und da Meli ja noch erhebliche Probleme mit ihrem Fuß hatte, musste das Training ständig entsprechend angepasst werden. So wurden Einheiten verkürzt, eine zusätzliche eingefügt und es gab beispielsweise nur einen Lauf als Trail, da sie dort bereits nach 20 Km erhebliche Schmerzen bekam, besonders auf den extrem steilen Teilabschnitten. Auch mit der Seitenstabilität im Gelände war es nicht zum Besten bestellt. Auf Asphalt ging das dann Tags drauf erheblich besser und in der Folge sogar völlig schmerzfrei. Es hieß also auf der einen Seite das Pensum und die Höhenmeter zu intensivieren und auf der anderen Seite ihren Fuß zu schonen und zu einer schnellen Heilung beizutragen - gar nicht so einfach! Nach dem Laufen hieß es dann immer "Kühlen, Kühlen, Salben, Kühlen - und es scheint sogar funktioniert zu haben!

So hat die letzte Woche also trotz erheblicher Änderungen wie folgt ausgesehen:

185 Km und 4345 Höhenmeter in den letzten 8 Tagen, davon 117
Km (32, 26,5, 32, 27) mit über 3250 Höhenmetern (1100, 650, 805, 700) in den letzten 4 Tagen.
23 mal wurde der Westerberg gerockt, davon 16 mal immer der gleiche Anstieg (50 % am Tag, 50 % in der Dunkelheit, 90 % im strömenden Regen -> Mentaltraining), und das sogar immer laufend!

Und klar war es hart für Meli, und sie war am Sonntag auch völlig alle, aber ganz ehrlich? Sie hat sich besser geschlagen, gerade mit ihrem lädierten Fuß, als ich das erwartet hatte - Niemals zuvor lief sie 6 mal am Stück den Westerberg raus, schon gar nicht nach dem "Vorprogramm" - Kämpferin - Powerlady eben!

Ich würde sagen die Grundlagen sind gelegt, jetzt heißt es die Form zu halten und dann kann er kommen - der KoBoLT, Melis Jahreshighlight!

Einheit Donnerstag
Einheit Freitag
Einheit Samstag
Sondereinheit Sonntag
 
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Ein Lauf mit zwei Augen, einem lachenden, und einem eher weinenden....

Aber fangen wir doch erst einmal mit dem lachenden an ;-)!
Und hier gleich mal unser Dank an Birger, der uns angeboten hat, wie auch im letzten Jahr bei ihm zu übernachten. Nur leider ging das dieses Jahr aus bereitschaftstechnischen Gründen nicht....:-(

Entsprechend hieß es für Meli und mich früh aufzustehen (4:15 Uhr), damit wir uns gegen 5:00 Uhr auf den Weg nach Remscheid machen konnten. Vorsichtshalber holte Birger schon mal unsere Startunterlagen ab, falls es für uns zu knapp werden würde. Auch dafür vielen Dank!!
Doch die Strecke war frei und entgegen aller Vorhersagen auch komplett schneefrei, sodass wir bereits gegen 7 Uhr dort waren! Nein, ich schreibe jetzt nicht wieder wie schön es war all die liebgewonnenen Läufer zu begrüßen ;-).

Um 8:25 Uhr standen wir dann auch alle am Start, jeder mit seinen ganz eigenen Zielen. Unseres war eigentlich recht einfach, wir sahen es als Trainingslauf für den KoBoLT in 4 Wochen und wollten lediglich auf eine Durchschnittspace von etwa 7:20 min/ Km kommen, was einer Endzeit von etwa 7:45 Stunden entsprochen hätte.

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012004

Wir wünschten uns wie gewohnt alles Gute und viel Spaß und schon ging es los, 63,4 Km und etwa 1250 Hm warteten auf uns!
Das Wetter war top, zwar kalt, aber trocken und hinter dem Nebel scheinbar auch sonnig. Und Meli war super gut drauf, Anstiege schienen für sie nicht zu existieren und so bewältigte sie vom Start weg alle Steigungen laufend!
Nach wenigen Kilometern ging es dann auch endlich raus aus Remscheid, hinein in in die wunderschöne Landschaft des Bergischen Landes!

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012008

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012009

Doch dann kam leider das weinende Auge ins Spiel! Bei einem recht steilen und vom Laub extrem bedeckten Abstieg nach etwa 7 Km blieb Meli mit ihrem linken Fuß an einer Wurzel hängen und knickte so extrem weg, dass sie das Gefühl hatte es sei etwas gerissen, zumindest hatte sie das Empfinden, es habe  "geschnallt". Nicht gut :-(! Und sie hatte wirklich keine Chance diese Wurzel zu sehen, ich wäre da wahrscheinlich ebenfalls drüber geflogen :-((( Wir blieben sofort stehen um zu schauen was genau passiert ist. Meli sah sofort den KoBoLT in Gefahr, da sie das schlimmste befürchtete. Ihr war schlecht und sie war voll mit Adrenalin....
Ok, den Fuß konnte sie Bewegen, die Zehen auch, beides in alle Richtungen, da kann eigentlich nichts gerissen sein. Und Schmerzen...bei dem Adrenalin im Körper - eher nicht. Meli entschied sich dazu erst einmal vorsichtig weiter zu laufen, immer mit der Option, an einem der folgenden Verpflegungspunkte oder Zwischenzeitabnahmen auszusteigen.

Der Schreck sitzt tief und die Ungewissheit nagt an den Nerven...
12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012017

So liefen wir also weiter, doch es war ein komplett neuer Lauf, vorbei war es mit der Freude und dem Spaß, musste Meli doch ständig an den KoBoLT denken...

Traditioneller Proseccostand - diesesmal allerdings ohne uns
12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012023

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012027

Auch das schöne Wetter und die herrliche Strecke konnten nichts gegen ihre Bedrücktheit ausrichten...sie wollte das Ding hier einfach nur noch beenden und fertig! Und vor allem wollte sie sich in aller Ruhe ihren Fuß ansehen und endlich die Gewissheit haben, das wirklich nichts gerissen war!

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012028

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012036

Das diesjährige Wahrzeichen auf Shirt und Medaille
12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012041

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012045

Ich versuchte wirklich alles um Meli zu beruhigen, wobei ich ganz ehrlich zugeben muss, selbst üble Befürchtungen gehabt zu haben. Wenn ich an meinen Eschollbrücker 50er letztes Jahr denke...da schien beim Lauf selbst auch alles gut zu sein, keine Schmerzen, nichts...aber dann...ein paar Stunden später...ohje!

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012046

Meli blieb tapfer und lief die volle Distanz
12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012050

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012052

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012055

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012056

Wer hat die denn auf die Strecke gelassen?
12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012062

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012063

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012071

Och....warum nicht?
12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012077

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012079

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012081

Nach 7:32:21 waren wir im Ziel, Punktlandung (7:09er Schnitt) und Bestzeit!
12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012083

12. Roentgenlauf Remscheid 28.10.2012084

Geschafft, wir waren drin und das auch noch satte 9 Minuten schneller als letztes Jahr! Und was war Meli trotz allem noch so gut unterwegs, Hut ab, Beisserin eben!! Allerdings fing der Fuß nun doch etwas an zu schmerzen bzw. zu pochen...
Im Ziel verbesserte sich dann ihre Stimmung trotz allem zunehmend, kein Wunder, trafen wir doch erneut auf viele liebgewonnene Menschen, mit denen wir noch eine ganze Weile verbringen durften (Peter, Jesko, Birger, Sigi, Conny, Simone, Raimund, Rolli, Denis, Manfred, Betty, Marcel, usw., usw.....).

Doch leider mussten wir recht schnell wieder nach Hause fahren, zum einen wegen der Bereitschaft (Glück gehabt, war nur ein Anruf, den ich so erledigen konnte!! Und falls etwas schlimmeres gewesen wäre, hätte ich meinen Kollegen anrufen dürfen, DANKE PHILLIP!!) und zum anderen weil wir noch zu Michael Eßer nach Bonn wollten....

Fazit: Ein Lauf mit zwei Gesichetern! Tolle Orga, klasse Verpflegung, traumhafte Stimmung an der Strecke, wunderschöne Landschaft, liebe Menschen.....und eben dummerweise ein umgeknickter Fuß ...

So, und genau DER wird jetzt erst einmal wieder fit gemacht!! Und dann mal sehen wie es trainingstechnisch weiter geht....und wie es mit dem KoBoLT aussieht!


Hier unsere Ergebnisse:

Meli: 7:32:22, Platz 37 Damen (59 gefinisht, 14 auf Marathon gewechselt), 6. M40 (12)
Steffen: 7:32:21 Platz 234 Herren (305 gefinisht, 54 auf Marathon gewechselt), 41. M40 (53)

Hier sind alle Bilder

 
Blog Training
Irgendwie gibt es in der Läuferszene ja scheinbar zwei Lager, diejenigen die Stöcke in jedweder Form strickt ablehnen und eben diejenigen, die nicht mehr darauf verzichten wollen. Klar reden wir hier von Läufen mit ordentlich Höhenmetern!
Auch wir wollten bis diesen Sommer nichts von diesen Dingern wissen und hatten so unsere "Vorurteile" gegen diese Dinger: Was sollen die schon bringen? Die stören doch nur! Soll ich die die ganze Zeit mit mir rumschleppen? Bin ich Walker? DIe sind doch viel zu schwer! Usw. usw.
Doch mit den sich mit der Zeit ändernden Laufveranstaltungen, an denen man so teil nimmt, und da zählen insbesondere diverse Einladungsläufe, vorwiegend als Trail mit ordentlich Kilometern und vor allem auch Höhenmetern mit dazu, ändern sich die Denk- und Sichtweisen.Und spätestens mit entsprechenden "Zielen vor Augen", wie zum Beispiel den KoBoLT oder gar den WiBoLT, fängt man doch etwas intensiver an über dieses Thema nachzudenken.Sparen solche Dinger nicht doch etwas Kraft in den Beinen? Helfen sie mir nicht doch bei rutschigen Untergründen? Geben sie mir nicht sogar bei schweren Bergabpassagen zusätzlichen Halt? Und vielleicht stören sie ja doch nicht so arg? Die gibt es ja auch aus Carbon in Teleskoptechnik!
Ok, jetzt wollten wir es doch mal wissen und fingen uns intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Und klar, auch wir schauten erst einmal was es so bei den Discountern (Geld zu verschenken hat ja schließlich keiner) und anderswo gibt. Aber, es ist wie so oft, die Qualitätsunterschiede sind doch eklatant - damit allerdings leider auch der Preis. Allerdings nur auf den ersten Blick, denn langfristig gesehen rechnet sich eine höhere Investition durchaus - Stichwort "Ersatzteile"! Spätestens hier ist bei den Discountern und den allermeisten anderen Schluss. Doch ist dies wichtig, gibt es doch auch an solchen "Highttec-Stöcken" einige Verschleißteile! Leki beispielsweise bietet hier eine 10-Jährige Ersatzteilgarantie! Ein weiteres Thema ist die das Gewicht, die Verarbeitung, der Griff und vor allem die Stabilität. Auch hier - wirklich viel Auswahl gibt es da nicht mehr, und schon gar nicht bei Billiganbietern/ Herstellern.So gab es letztendlich ganze drei Stöcke von zwei Herstellern, zwischen welchen wir uns zu entscheiden hatten.
Unsere Wahl viel dann doch auf das Top-Modell von Leki, nämlich dem Carbonlite XL.

Leki Carbonlite XL

Kein anderer Stock hat uns so überzeugt wie dieser! Und unsere ersten, na gut, nunmehr doch schon über 100 Km mit fast 4000 Hm, Trainingsläufchen haben an diesem Eindruck nichts geändert! Allerdings ist unsere "Stocktechnik" sicherlich noch verbesserungsfähig!!

  • Die Anstiege kosten weitaus weniger Kraft mit als ohne diese Stöcke
  • Auf dem Rheinsteig gaben sie uns auch bei steilen Abstiegen optimalen halt, ohne die Stocklänge verändern zu müssen. Hier hat sich der super Langschaft-Griff bezahlt gemacht, wir mussten einfach nur umgreifen!
  • Sie stören überhaupt nicht
  • Bei Nichtbedarf sind sie schnell eingefahren
  • Sie sind wirklich federleicht
  • Man braucht keine zusätzliche Halterung am Trinkrucksack, einfach zwischen Gurt und Jacke klemmen und gut iss!
  • Sie sind wirklich unglaublich stabil
  • 10 Jahre Ersatzteilgarantie zu vernünftigen Preisen!

Ja ja, so ändern sich mit steigenden Anforderungen im Laufe der Zeit doch die Ansichten. Wenn mir vor einem Jahr einer erzählt hätte, dass ich jemals mit Stöcken unterwegs sein würde ....
Aber wie gesagt, für einen Röntgenlauf oder Schwäbisch-Albmarathon käme ich niemals auf die Idee die Dinger mitzunehmen, aber spätestens beim Rheinburgenweglauf machen sie duchaus Sinn, und beim KoBoLT, JUNUT und erst recht beim WiBoLT sowieso! Hier heißt es effektiv und ressourcenschonend mit den Kräften zu haushalten!

 
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Da zu einem ausgeglichenen Training ab und zu auch mal ein schneller kurzer mit dazu gehört haben wir uns gedacht - Warum nicht mal einen flotten Halbmarathon laufen? - und uns recht kurzfristig, aber gerade noch zur rechten Zeit (bereits ein Tag später war die Anmeldung wegen zu vielen Teilnehmern geschlossen) beim Offenbacher Mainufer-Halbmarathon angemeldet!


20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012027

Um es gleich mal zu sagen - für nur 10 € Startgeld war das ein wirklich sehr gut organisierter und sehr schöner Lauf entlang des Mainufers (wie überraschend, gell?), der absolut keine Wünsche offen gelassen hat - an dieser Stelle bereits ein riesen Lob an die Verantwortlichen.

So, und was hatten wir uns so vorgenommen....? Hm, insgeheim, ganz ehrlich....?... jeweils eine neue PB, die alte lag bei Meli bei 2:01:59 und bei mir bei 1:38:23.
Allerdings waren die Voraussetzungen dafür doch eher suboptimal, bedenkt man das Laufprogramm der letzten 7 Tage: DM im 100 Km-Lauf mit neuer PB und Vizemeistertitel bei mir sowie 50 Km bei Meli und dazu noch unter der Woche jeweils 91 Km mit über 3500 Höhenmetern - macht alles zusammen also einen nicht ganz so ausgeruhten Zustand bei uns beiden!

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012002

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012005

Da die Startzeit erst um 10 Uhr war, konnten wir den Start in den Tag glücklicherweise etwas gemütlicher angehen lassen und trudelten ganz entspannt so gegen 8:45 Uhr in Offenbach ein. Schnell war einer der wirklich reichlich vorhandenen Parkplätze gefunden und auch der Weg in die Marthildenhalle, in der sowohl die Startnummernausgabe, als auch die Duschen und Siegerehrung untergebracht waren, gefunden, sodass wir bereits um 9 Uhr quasi startklar waren. Hier trafen wir auch auf Andy Dyrtz, den Turbo, den Speedy unter der Ultraläuferwelt, der sich hier wohl auch so einiges vorgenommen hatte. Ach was gab es so alles zu bequatschen - kein Wunder, hatten wir uns doch schon seit Eschollbrücken nicht mehr gesehen - viiieeel zu lange!

Gegen 9:40 gingen wir dann so langsam Richtung Start. Hier wurde uns dann auch klar warum hier so viele Läufer gemeldet hatten (1000), wurden dort doch bei diesem Lauf die Hessischen Meisterschaften im HM ausgetragen.

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012013

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012015

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012017

Bei der Startaufstellung traute ich dann meinen Augen nicht - Max Lahann war auch da! Wie krass, ist doch auch er letzte Woche den 100er in Rodenbach gelaufen. Entsprechend verdutzte Gesichter gab es natürlich rings um uns herum, als wir uns entsprechend begrüßten und uns natürlich gegenseitig auf die Verrücktheit ansprachen, nur eine Woche nach einem solchen Brett einen schnellen Halbmarathon laufen zu wollen!
"Nee, oder" - "Ihr seid total bekloppt, wisst ihr das?" - "Verrückte" - "Ihr scherzt doch, oder?" - und ähnliche Äußerungen waren da keine Seltenheit ;-)...
Es folgte das Übliche, wir wünschten uns alle gute Beine und einen schönen Lauf und schon war es soweit - Punkt 10 erfolgte der Start!

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012018

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012032

Die Strecke selbst war wunderschön, führte direkt am Mainufer entlang, war absolut flach (ok, 2 leichte "Wellen", mehr nicht, von denen einige Teilnehmer später sagten, sie seinen echt "hart"?? gewesen), komplett asphaltiert und hatte 3 Verpflegungspunkte. Die Bedingungen waren, bis auf den sehr starken Gegenwind auf den letzten 10 Km, absolut top, war es doch trocken und mit 10 °C von den Temperaturen her richtig  angenehm.

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012036

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012037

20. Offenbacher Mainufer-Halbmarathon 14.10.2012038

Wie man an den Bildern sieht gab es nur zufriedene Gesichter, kein Wunder, liefen wir doch allesamt neue Persönliche Bestzeiten! Ok, Meli und mir ging auf den letzten 4 Kilometern etwas die Kraft aus (was ein Wunder bei dem Laufpensum die Tage zuvor....ach nee, es lag ja am Gegenwind ;-))), sodass wir unsere "geheimen Traumzeiten" (Meli 1:56 und ich eine 1:29) nicht ganz erreichen konnten. Machte aber nichts, gar nichts, überhaupt nichts, denn Meli hatte ENDLICH die blöde 2-Stundenmarke geknackt und ich meine alte PB um über 8 Minuten verbessert - Geht doch!!!!

Bei einem leckeren Kaffee und einer Bockwurst in der Marthildenhalle ließen wir dann mit Andy und einem tollen Gespräch über 1001 Ding diese wunderbare und gelungene Laufveranstaltung langsam aber sicher ausklingen!

Hier unsere Ergebnisse:


Meli: Brutto 2:00:01,21 Netto 1:59:58, Gesamt 115 (229)., 20. in der AK W40
Steffen: 1:30:59, Netto 1:30:57, Gesamt 112 (603), 22. AK M40

Hier sind alle Bilder
Hier sind die Urkunden
Hier sind meine Polardaten
 
Blog Training
Nach der DM über 100 Km ist vor dem KoBoLT, will heißen, das Bergtraining hat begonnen!
Nach einem gemütlichen Eingewöhnungsläufchen am Dienstag, hier ging es auch an die Gewöhnung an unsere Leki-Stöcke, über 13 Km und gut 520 Höhenmetern hatten wir uns für Donnerstag und Freitag ein schönes Doppelpack vorgenommen! Zweimal sollte es über Teilabschnitte des Rheinsteiges gehen, mit ordentlich Gepäck auf dem Buckel und natürlich wieder den Lekis!
Gesagt, getan, entsprechend ging es also Donnerstags nach der Arbeit los! Die bereits Tags zuvor gepackten Sachen ins Auto und ab nach Rüdesheim, um von dort mit der Bahn nach St. Goarshausen zu fahren und eben über den Rheinsteig wieder den "Heimweg" anzutreten.
Einziges Trainingsziel war es, alle Anstiege, auch wenn sie garnicht so steil waren, konsequent unter Einsatz der Lekis zügig zu gehen und alle Flach- und Berabpassagen, wenn möglich, zu laufen. Und genau das haben wir gemacht. Auch vom Wetter her hatten wir Glück, sodass wir trotz der ungewohnten Anstrengung wirklich jeden Meter genießen konnten!
Beschreiben kann man den Rheinsteig nicht, man muss ihn erleben, hier nur mal ein paar Bilder vom ersten Tag, an dem wir etwa 38 Km und 1500 Hm absolviert haben:

Rheinsteig 11.-12.10.2012003

Rheinsteig 11.-12.10.2012004

Rheinsteig 11.-12.10.2012008

Rheinsteig 11.-12.10.2012010

Rheinsteig 11.-12.10.2012011

Rheinsteig 11.-12.10.2012013

Rheinsteig 11.-12.10.2012015

Rheinsteig 11.-12.10.2012016

Rheinsteig 11.-12.10.2012018

Rheinsteig 11.-12.10.2012019

Rheinsteig 11.-12.10.2012035

Am zweiten Tag sind wir mit dem Auto nach St. Goarshausen gefahren, um von dort mit der Bahn nach Braubach zu fahren und, wie überraschend, den Rückweg über den Rheinsteig anzutreten. Allerdings hatte Meli zu Beginn erhebliche Probleme, sie schwitzte wie verrückt und auch ihr Kreislauf war noch nicht der Meinung, nur wenige Stunden nach der ersten Rheinsteigtour schon wieder eine zu bestreiten! Doch nach einem Schokoriegel und einem langsamen und gemütlichen Anfangstempo legte sich das dann doch recht schnell, sodass wir erneut jeden Meter (40 Km und 1400 Hm) dieser traumhaft schönen Landschaft genießen und wieder einmal unzählige Bilder machen konnten:

Rheinsteig 11.-12.10.2012037

Rheinsteig 11.-12.10.2012040

Rheinsteig 11.-12.10.2012052

Rheinsteig 11.-12.10.2012054

Rheinsteig 11.-12.10.2012056

Rheinsteig 11.-12.10.2012057

Rheinsteig 11.-12.10.2012068

Rheinsteig 11.-12.10.2012071

Rheinsteig 11.-12.10.2012077

Rheinsteig 11.-12.10.2012080

Rheinsteig 11.-12.10.2012088

Rheinsteig 11.-12.10.2012091

Rheinsteig 11.-12.10.2012095

Rheinsteig 11.-12.10.2012097

Rheinsteig 11.-12.10.2012098

Rheinsteig 11.-12.10.2012099

Rheinsteig 11.-12.10.2012101

Rheinsteig 11.-12.10.2012102

Rheinsteig 11.-12.10.2012105

Klar das wir auch am zweiten Tag alle Anstiege gegangen und die Flach- uind Berabpassagen wenn möglich gelaufen sind!
Was wir an beiden Tagen feststellen konnten ist die enorme Erleichterung durch die Lekis! Und bei Nichtgebrauch haben sie, ganz gegen unsere Erwartungen, überhaupt nicht gestört. Man konnte sie prima, auch im ausgefahrenen Zustand, an einer Hand mit sich führen. Es war also definitiv eine richtige Entscheidung, sich solche "Stöcke" anzuschaffen! Und es war auch eine gute Entscheidung, sich für die Carbonvariante zu entscheiden, wiegen sie doch ein Hauch von nichts!

So gingen also zwei wunderschöne Lauftage zu Ende, an denen wir insgesamt 78 Km und 2900 Hm absolviert haben! Mit dem Dienstagsläufchen waren es dann stattliche 91 Km mit fast 3500 Hm! So kann und muss es weitergehen!

KoBoLT - wir kommen, und freuen uns schon riesig auf dich!

Hier sind alle Bilder
 
Blog Events
Nachdem der 24er in Lüttich/ Belgien vor 14 Tagen ja erkältungsbedingt mit 131 Km eher in die Hose ging (geplant war hier eine neue PB, also mehr als 176 Km), sollte die 25. DM über 100 Km in Rodenbach wenigstens etwas besser werden und für eine Art "Entschädigung" sorgen. Allerdings war die Vorbereitung dazu (welche Vorbereitung?) eher schlecht als recht, denn solche Dinge wie "Intervalltraining" Tempotraining" oder "Lange Läufe mit Endbschleunigung" hatte es bei mir überhaupt nicht gegeben.

100 Km Rodenbach 2012001

Das ich meisterschafts- und platzierungstechnisch dort nichts zu melden haben würde war mir von vorneweg schon klar, dazu bin ich einfach viel zu langsam. Vorgenommen hatte ich mir aber trotzdem eine neue PB, also eine Zeit von unter 9:14, und vielleicht, ja vielleicht sogar noch etwas mit der Mannschaft der LG DUV, wobei ich hier wohl eher in der 2. Mannschaft mit dabei sein würde, denn in der 1. waren ganz andere Kaliber vertreten, so z. B. Raimund Slabon, der seit neustem ebenfalls für die LG unterwegs war, oder etwa wie Stefan Daum und Michael Hilzinger. Und wer weiß, vielleicht würde ja doch mein Traum wahr werden und die 9 Stundenmarke fallen....im Geheimen träumte ich ja doch irgendwie davon..., wobei...trainingstechnisch war es eigentlich völlig unmöglich!

Und mein Schatz? Für sie ging es eigentlich nur darum, einfach mal wieder ein paar Kilometer am Stück als Vorbereitung für den Kobolt zu laufen, und vielleicht, ja vielleicht sogar ebenfalls an der PB über 100 Km zu kratzen, wobei auch bei ihr die Vorbereitung dazu noch weniger als suboptimal war, denn sie hatte die Erkältung so schlimm, das 10 Tage wirklich gar nichts ging!

Nachdem wir Tags zuvor einen wunderbaren Abend mit Raimund Slabon verbringen durften (er stattete uns netterweise einen Besuch ab) hieß es Samstag morgens bereits um 3:45 Uhr aufstehen, waschen, frühstücken und ab ins Auto, um dann gegen 5:45 Uhr im Waldstadion Rodenbach einzutrudeln. Es folgte das Übliche, Startnummern abholen, Eigenverpflegung aufstellen und etwa die Hälfte des Starterfeldes begrüßen (Max Lahann, Elke Gärtner, Robert Nolte, Gerhard Bracht, Gabi Kenkenberg, Simone Durry, Gernot Helferich, Antja Krause, Reiner Leyendecker, Alexandra Martin, Max Schubath, Martin Rudolf, Rene und Angie Strosny, Roland Ernst......! Nur Wolfgang Olbrich hatte ich schmerzlich vermisst....
100 Km Rodenbach 2012002

Darunter war auch Peter Kaminsky und sofort begannen die Spekulationen, wer wohl welche Endzeit angehen würde. Klar das Rai und Peter wie immer viel zu tief stapelten!!

100 Km Rodenbach 2012004

Wir machten uns alle startklar und wünschten uns wie immer alles Gute für den Lauf. Wenig später erfolgte dann auch schon der von Ultraurgestein und DUV-Gründungsmitglied Harry Arndt durchgeführte Start!
Das aus mehr als 170 Läufern bestehende Feld setzte sich in Bewegung, die üblichen Verdächtigen vorneweg - und wir "Normalos" hinterher ;-)!
Seltsamerweise ergab sich von Anfang an eine kleine Gruppe mit Max Lahann, Gabi Kenkenberg und mir, wobei Max Schubarth auch nie wirklich weit von uns weg war. Als Tempo schlugen wir etwa eine 5:00 - 5:10 an, was eigentlich deutlich zu schnell gegenüber unserer Planung war. Max wollte genau wie ich versuchen ganz knapp unter 9 Stunden zu bleiben, was eher einer 5:20er Pace entsprechen würde,  wohingegen Gabi etwas von unter 10 schwatzte - so ein Quatsch! Das dies viel zu tief gestapelt sein würde war uns allen von Anfang an ganz klar! Allerdings ermahnte sie Max ständig doch endlich langsamer zu machen, was sie auch immer schön ignorierte! Die ersten 20 Km plätscherten so dahin, wobei Max die ersten 2 Runden (es waren 10 Runden á 10 Km zu absolvieren) eher ein Intervalltraining aufgrund seines etwas überhöten Harndranges absolvierte!
Eigentlich war es auch Max, der die ersten 20 verhalten und die nächsten 20 Km dann etwas schneller angehen wollte, was dann seltsamerweise nicht er, sondern Gabi und ich umgesetzt hatten (danke Max für die Strategie ;-)). Und überhaupt, Gabi war unglaublich drauf, alles schien locker zu laufen und entsprechend sah sie auch keinen Grund, Tempo heraus zu nehmen - und ich auch nicht! Ganz im Gegenteil, nicht nur einmal musste ich sie daran erinnern, dass eine Pace von 4:45 min/km vielleicht doch ETWAS zu schnell sein würde ;-)!! Auf jeden Fall konnte Max uns leider nicht mehr ganz folgen, was sehr schade war!
Es folgten die Kilometer 30 - 60, die wir weiterhin in schöner Zweisamkeit runterspulten. War uns eigentlich schon von Anfang an klar, die ersten 20 sind Einlaufen und abchecken was so gehen könnte, Km 20 - 70 reines Kilometerschrubben und die letzten 30 dann eher reines Kämpfen.
Als ich meine 60 Km gerade voll machen wollte überholte ich meinen Schatz Meli, die ich schon eine Runde zuvor leider nur gehend sah. Sie musste sich mehrfach übergeben und konnte absolut nichts mehr zu sich nehmen, weder Speis noch Trank! Sehr schade, war sie doch bis dahin unglaublich gut und eindeutig auf Bestzeit unterwegs - aber so? Insgesamt 70 Km ohne Nahrungsaufnahme - dass geht nicht! Ich riet ihr dazu nach 50 Km auszusteigen und lieber noch in die 50er Wertung zu rutschen, als hier die Gesundheit zu riskieren. Sie folgte meinem Rat - mit Tränen der Enttäuschung in den Augen, aber es war definitiv die bessere Entscheidung, was sie im Nachhinein auch so gesehen hat. Schatz, dir ging es heute schlecht, mir in Delmenhorst und in Lüttich, so ist das eben, wir sind keine Maschinen!
Bei Gabi und mir lief es weiterhin richtig gut und flüssig, bis zu Km 70. Da merkte ich schon leichtes Seitenstechen, sodass ich etwas das Tempo herausnehmen musste. Gabi sagte ich: Lauf, mach das Ding alleine fertig, es ist heute DEIN RENNEN, du bist unglaublich, ich halte dich nur auf und komme schon irgendwie durch!
Allerdings gaben wir uns noch schnell die Hand darauf uns gegenseitig in den Arsch zu treten, sollte es einer von uns nicht mehr unter 9 Stunden ins Ziel schaffen, denn das wir das beide schaffen würden, war uns mittlerweile ziemlich klar.
Gabi zog also ganz allmählich davon (glücklicherweise hat sie mein 70 Km währendes Dummgeschätz ohne Ohrenbluten überlebt ;-)) und ich merkte, dass das Stechen immer schlimmer wurde. Bei Km 76 war es dann schlagartig so stark, dass ich komplett anhalten musste, ja noch nicht einmal gehen war möglich! Was war das denn jetzt bitte, so etwas hatte ich ja noch nie erlebt! Die Minuten vergingen, und ich...konnte wenigstens wieder gehen - und wenig später auch ganz vorsichtig wieder anlaufen. So ein Scheibenkleister, was machste denn jetzt, dachte ich mir. Zumal sich mittlerweile was die Mannschaft angeht eine völlig neue Situation ergeben hatte, da ich nach etwa 65 Km an Michael Hilzinger vorbei gezogen war und somit tatsächlich in die LG DUV I gerutscht war. Alles gut - nur - was machste jetzt mit dem Seitenstechen? Riskierst du alles und damit auch ein Finish oder versuchst du für die Mannschaft kontrolliert aber sicher zu finishen? Ich entschied mich für die sichere Variante, aber immernoch mit der Maßgabe die verdammte 9-Stundenmarke zu knacken! Doch das würde sehr schwer werden...denn obwohl die Kraft für eine Pace von 5:15 da war, ließ es das Stechen eben einfach nicht zu. Also nahm ich kontrolliert und zähneknirschend das Tempo raus, "gönnte :-((" mir an den VPs jeweils 10 - 15 Sekunden Ruhe um tief durchzuschnaufen und versuchte irgendwie durchzukommen. Rene und Angie sahen mich leiden - sprachen mir pausenlos Mut zu und feuerten mich ständig an, danke euch dafür!
Km 80 absolvierte ich nach 7:02 Stunden - 5 Minuten hatte ich somit auf den letzten 4 Km verloren, absoluter WAHNSINN! Half aber nichts, weiter ging´s! Ich versuchte wieder etwas Tempo aufzunehmen, wobei sofort das Stechen schlimmer wurde, es wurde zu einer ewigen Gradwanderung! Aber egal, Km um Km vergingen, sodass ich die 90 Km nach nunmehr 7:58 absolviert hatte. Man wurde das knapp mit den sub 9, unfassbar, noch so eine RUnde wie die 7. und das wäre es gewesen!!! Meli, die zwischenzeitlich genauso wie Max (Lahann) geduscht hatte, feuerte mich wie verrückt an....NUR noch 10 Km - die mir wie eine halbe Ewigkeit vor kamen! Nicht wegen der Kraft, nicht wegen der Beine, nein, wegen des verdammten Seitenstechens! Und dann endlich - der letzte VP1 nach Km 2,3, die letzte verdammte 2 Km lange Gerade, der letzte 2. VP nach etwa 6 Km (hier überholte mich Max Schubath auch wieder zurück, der irgendwann nach 60 Km schwächelte und von Gabi und mir überholt wurde), der letzte Wendepunkt (der mir diesmal gar nicht so schlimm wie noch beim 50er vor 3 Jahren vorkam), der letzte 3. VP nach (wie immer bedankte ich mich bei allen VPs für die Unterstützung der Helfer) ungefähr 8,1 Km und dann die letzte Gerade aus dem Wald hinaus Richtung Stadion! Ich schaute auf die Uhr, YES, nur noch winzige 300 Meter und die Uhr zeigte 8:53 - DAS WÜRDE 100 %IG REICHEN!
Und so war es auch, nach 8:55:23 durchlief ich überglücklich das Ziel - WAHNSINN - BESTZEIT! Die alte Marke um über 19 Minuten verbessert, und das mit dem Seitenstechen - Hammer!
Und überhaupt lag ich mit meinen Prognosen verdammt gut: Gabi ich unter 9, sie unter 10, real eine 8:48; Simone ich unter 9, sie unter 10, real eine 8:43; Rai ich unter 9, er unter 10,  real 8:39, Peter ich unter 8, er unter 9, real 7:58 - ja ja, mir glaubt ja keiner ;-)!

100 Km Rodenbach 2012013

Markus, Meli und Martin

100 Km Rodenbach 2012017

Florian Reuß (Vizewelt- und Europameister 24h-Lauf mit 261!! Km) nebst Freundin (Frau....?)!
Danke für das klasse und ausgiebige Gespräch!!

100 Km Rodenbach 2012021

Gabi, Elke, Edith und Petra (Deutsche Mannschaftsmeister)

100 Km Rodenbach 2012025

Ich konnte es nicht fassen - Deutscher Vizemeister mit der LG DUV I!

100 Km Rodenbach 2012043

Ein klein wenig stolz ;-) war ich schon :-))))

100 Km Rodenbach 2012044

100 Km Rodenbach 2012045

100000 Dank an die Organisatoren, allen voran Harry Arndt, allen Helfern, VPs, Zeitnahme, Pokalverteilern, .... usw. für eine absolut PERFEKTE Veranstaltung!

Danke Max Lahann und Gabi Kenkenberg für´s mitnehmen und ertragen!

Danke Stefan Daum und Raimund Slabon für eure klasse Leistungen!

Ich gratuliere von ganzem Herzen allen Titelträgerinnen und Trägern sowie allen Finishern zu ihren Titeln und erbrachten Leistungen!

Ergebnisse:

Meli: 50 Km in 5:22:27, Gesamtplatz 37, Platz 13 Damen und Platz 6 W 40
Rundenzeiten: 1:01:18, 1:03:21, 1:06:10, 1:11:50

Steffen: 100 Km in 8:55:23, Gesamt 31., Platz 25 Herren, Platz 5 in der M40, 2. Platz und Deutscher Vizemeister Mannschaft der Männer mit der LG DUV I
Rundenzeiten: 52:10, 51:51, 51:19, 51:30, 51:58, 52:28, 58:36, 56:52, 55:55

Hier sind alle Bilder

Hier sind die Urkunden
Hier sind die Laufcomputerdaten
 
Blog Events
Eigentlich wollte ich dort, gemeinsam mit Melanie, zu neuen Bestleistungen aufbrechen, eigentlich - aber wie so oft kam alles ganz anders. Meli konnte wegen ihrer Erkältung erst gar nicht an den Start gehen und bei mir....naja,...Aber um es gleich vorweg zu sagen - ich hatte einen ganz normalen Ruhepuls von unter 40 und somit rein körperlich "fast grünes Licht" zum Start, sprich, die Rüsselpest schien den Körper fast nicht zu belasten!

Wie wir ausgerechnet zu einem Lauf in Belgien kommen? Ganz einfach, meine Tante wohnt dort ganz in der Nähe, etwa 15 Km entfernt in Grace-Hollogne, sodass wir außer dem Lauf selbst gleich noch einen Besuch damit verbinden konnten. Und diese "Streckennähe" sollte sich noch als sehr hilfreich erweisen...

Etwa 2 Stunden vor dem Start kamen wir dort an, bauten den Versorgungstisch auf und holten die Startunterlagen ab, um dann wenig später auch schon auf Sarah und Frank Hildebrand zu treffen.
Was ein Glück, wenigstens jemand mit dem man sich 24 Stunden unterhalten kann ;-), dachte ich mir.

24h Luettich_ Belgien 2012016

Um 12:30 Uhr rief der Cheforganisator dann zur Ansprache im Startbereich auf....jo, was auch immer er gesagt hat, schön war´s (Französisch ist dann doch nicht so mein Fall). Auf ging es in die Startaufstellung, doch was war das? Alle Mannschaftsläufer zogen die Schuhe aus und stellten diese erst einmal jeweils auf einen Stuhl - Sachen gibt´s!

24h Luettich_ Belgien 2012022

24h Luettich_ Belgien 2012023

Dann erfolgte der Start und ich versuchte sofort in mein "Lieblingstempo", also einen 5:40er Schnitt, zu kommen. Doch es lief von Anfang an einfach nicht rund, die Beine waren schwer, die Nase nicht frei, das Gehuste nervte gewaltig und der Puls stieg und stieg Runde um Runde immer mehr an. Außerdem schwitze ich außergewöhnlich stark, sodass bereits nach 40 Km ein weißer Film auf meiner Haut zu sehen war - nicht gut! Es sei angemerkt das die Bedingungen mit Temperaturen um die 18 °C absolut top waren!

24h Luettich_ Belgien 2012046

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Ich fing an das Tempo raus zu nehmen und sagte Meli, eventuell nach 40 Km raus zu gehen. Ich begann Gehpausen zu machen, drehte mal eine Runde mit Sara und Frank, schluckte Salztabletten, trank und aß genug und trotzdem, es wurde nicht besser. Bei einer Pace von 5:50 hatte ich einen Puls von 135 - noch Fragen? Doch ich blieb auf der Strecke...

24h Luettich_ Belgien 2012049

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24h Luettich_ Belgien 2012045

Nach etwa 60 Km stand fest - das gibt heute nichts! Und - noch maximal 20 Km, dann machst du eine Pause - die Gesundheit geht vor! Zu diesem Zeitpunkt, es war etwa 20 Uhr und es wurde merklich kühler, schickte ich Meli und meine Tante schon mal nach Grace-Hollogne (wir waren ja mit 2 Autos da) und versicherte ihnen, auf jeden Fall die Nacht nicht durchzulaufen und nach zu kommen.
Gesagt, getan - gegen 22 Uhr verabschiedete ich mich nach etwa 81 Km und 9 Stunden von Frank und Sara, um zu meiner Tante zu fahren, ein paar Stunden zu schlafen und morgen noch einmal so gegen 7 Uhr ein paar Runden dort zu drehen...
Ich aß ordentlich, trank wie ein verrückter, versuchte auch mit Supplementen die Speicher wieder einigermaßen zu füllen und fiel gegen 24 Uhr ins Bett!

6 Stunden später rappelte der Wecker....hatte ich eine Lust, fühlte mich auch gar nicht so nach laufen....stand aber trotzdem auf. Kurzfrühstück (ohne Kaffee!!), Morgentoilette und ab ins Auto! Um ziemlich genau 8 Uhr nahm ich "das Rennen" wieder auf.
Das Anlaufen viel mir nach dieser 10-stündigen Pause relativ schwer, doch wurde es mit der Zeit besser und besser - und oh Wunder - der Puls lag deutlich niedriger als noch Tags zuvor, das soll mal einer verstehen! Egal, ich drehte Runde um Runde um in den 5 Stunden nochmals 50 Km voll zu machen, was in der Summe dann trotzdem noch 130,8 Km (Triplemarathon in etwa 14 Stunden) ergab.Die letzten beiden Runden lief ich sogar in unter 5 Minuten/ Km...echt verrückt! Was wäre da nur möglich gewesen, wenn ich nicht die Rüsselpest gehabt hätte....
Was soll´s, war es eben ein schönes "Etappenlauftraining"!

Egal, unter dem Strich kam Gesamtplatz 7, der 6. Platz bei den Herren und der Sieg in der M40 dabei heraus.

Auch Sara und Frank waren top unterwegs und kamen deutlich über die 100 Km, was für Sara einen neuen deutschen Jugend-Altersklassenrekord bedeutete - WAHNSINN!

Und dann kam die Siegerehrung, und die ging echt unter die Haut! So hatte ich noch nie zuvor eine erlebt! Alle Läufer setzten sich gemeinsam auf die Eingangstreppe des Museums, die Sololäufer ganz nach vorne und wurden minutenlang vom Anhang und den Zuschauern beklatscht! Das sind Momente, die man nie vergisst, ganz besonders auch den Satz vom Cheforganisator -
Jacques 'fonfon' Fontaine, der den Nagel zum Abschluß absolut auf den Kopf getroffen hat und diese Veranstaltung nicht besser hätte beschreiben können : 

Ihr kamt als Individuen und geht als Familie!

24h Luettich_ Belgien 2012074


Und jetzt noch etwas zu der Veranstaltung selbst:

- Top Veranstaltung
- Super Organisation
- 25 € Startgeld - dafür gute Verpflegung UND ein Funktionsshirt
- Wunderschöne Strecke in mitten eines Parkes auf einer Insel in der Maas
- Anspruchsvolle Strecke mit wechselndem Belag über 1,5 Km mit etwa 15 Hm je Runde
- Bestenlistenfähig
- Alle super freundlich und herzlich
- Eine SUUUPR Stimmung während der gesamten Zeit
- Persönliche Begrüßung in JEDER Runde mit Abklatschen durch den Organisator!!
- Alle Startgelder sind Spendengelder
- Eine Siegerehrung, wie ich sie so noch nie erlebt habe - Emotionen pur
- 24 Stundenläufer (Einzelläufer) werden in Belgien nahezu wie Heilige behandelt und verehrt
- Grand Merci Liege - Merci a vous tous - Mr. Jacques 'fonfon' Fontaine


24h Lüttich - Belgien  - immer wieder sehr gerne - ein echter Geheimtipp!
 
Blog Training
So wunderschön der Irlandurlaub ja auch war, so schlimm war er für meine beiden Knie!
Grund war die Tatsache, dass wir im bis auf den letzten Platz gefüllten Reisebus nur noch einen Platz auf der letzten Bank am Notausgang bekommen hatten. Ein Platz, bei dem wirklich null Beinfreiheit vorhanden war. Entsprechend waren die Beine ständig in einem doch sehr ungünstigen 90 Grad-Winkel, und das über Stunden! Es kam wie es kommen musste, nach bereits zwei von zehn Tagen gab es nahezu zeitgleich links wie rechts ein starkes Stechen in den Knien! Und diese Beschwerden wurden dann mit der Zeit so schlimm, dass ich mehr als die Hälfte der Zeit im Bus (obwohl nicht erlaubt) im Notausgang stehend verbracht habe. Auch die leider nur zwei Läufe, die wir dort gemacht hatten, brachten null Besserung!
Die Schmerzen hatte ich seither nicht nur beim Gehen, Treppenauf- und absteigen, sondern auch im Ruhezustand, und das hatte ich noch nie! Klar, bei sehr langem Sitzen mit angewinkelten Beinen, sei es im Kino oder im Auto, hatte ich ab und an schon des öfteren mal ein leichtes Ziehen, doch das wurde dann nach einem kurzen Strecken und Anziehen sofort wieder gut. Doch diesmal?
Wieder in heimischen Gefilden angekommen versuchte ich mit Laufen, Salbenbandagen, vorsichtigen Kraftübungen und ja, zwei Wochen lang auch mit entzündungshemmenden Medikamenten, die Sache in den Griff zu bekommen, doch ohne Erfolg! So langsam bekam ich Panik, Läuferknie, Abnutzungserscheinungen, Miniskus, ...., was einem da so alles einfällt!
Leider erst viel zu spät, nämlich nach fast 2,5 Monaten, kam ich auf die Idee meinem Physiotherapeut Jan Drechsler (ihn kenne ich seit Hauke Königs TransGermanyRun 2011 und darf seither bei Beschwerden sofort bei ihm vorbei schauen ;-), vielen Dank dafür!!) einmal ein Besuch abzustatten (zum Hausarzt, Orthopäden oder so wollte ich nicht, da ich von der konventionellen Schulmedizin...na sagen wir mal..., wenig begeistert bin! Der hätte mich wahrscheinlich nur zum CT oder MRT geschickt um mir dann zu einer längeren Lauf- und Sportpause zu raten. Und das geht ja mal gar nicht, zumal ich in nächster Zeit noch einiges an langen Läufen auf dem Plan habe)! Mensch hatte ich Schmerzen...

Drechsler_logo_neu

Jan schaute sich das Ganze kurz an (schimpfte mich natürlich erst jetzt zu kommen :-(((), legte mich auf die Bank, tastete das Knie und insbesondere die Kniescheibe jeweils kurz ab, ließ mich ein - zwei spezielle Bewegungen machen um mich dann mit folgender Diagnose beruhigen zu können:
Steffen, was bei dir passiert ist und was du jetzt hast ist folgendes:
  • zum einen hast du durch das sehr lange Sitzen mit immer angewinkelten Beinen und ohne jedliche Beinfreiheit einen ständigen maximalen Druck auf die Kniescheiben bekommen, was zu Flüssigkeitsansammlungen und Entzündungen des darunter liegenden Gewebes geführt hat. Dadurch sitzen jetzt beide Kniescheiben regelrecht fest. Daher auch die Schmerzen.
  • zum anderen ist dein Vastus medialis (Muskel innen, grüner Pfeil mit !) im Verhältnis zum Vastus lateralis (Muskel außen) "verkümmert" (Dysbalance), wodurch beim Laufen und Gehen die Kniescheibe immer etwas nach außen bewegt wird. Das kommt durch deine leichten O-Beine. Grundsätzlich ist das nicht schlimm, ich würde dir aber dazu raten dem mit entsprechenden Übungen gezielt entgegen zu wirken, um eine einseitige Überlastung des Kniegelenkes zu vermeiden.
  • auf alle Fälle ist nichts beschädigt, abgenutzt oder sonst etwas, da kann ich dich beruhigen! Und, du kannst ganz normal mit deinen gewohnten Umfängen weiter laufen!

Foto 27.09.12 08 44 30(1)

 

Und mach dir keinen Kopf, wir bekommen dich ganz schnell wieder fit.Und deine ganzen geplanten Läufe kannst du auch ganz getrost machen, versprochen!
Er fing an meine Kniescheiben auf eine ganz bestimmte Art zu massieren (um diese wieder zu lockern) und zeigte mir auch gleich, wie ich dies selbst machen kann und auf was speziell es dabei ankommt (gut, wenn man zwei passende Apps auf dem iPad hat, wo man das super gezeigt, veranschaulicht (Bewegungsabläufe) und auch erklärt bekommen kann). Anschließend empfahl er mir noch 3 Übungen, um zum einen die Muskulatur mehr zu dehnen (beide Vastus-Muskeln und vor allem auch deden mittig sitzenden Rectus femoris), was einem zu hohen Druck auf bei langem Sitzen mit angewinkelten Beinen vorbeugt, und zum anderen um die Dysbalance zu beheben. Mit der Aufforderung dies mehrmals täglich durchzuführen entlies er mich dann erst einmal.

5 Tage, 85 Km und 3500 Höhenmeter später hatte ich den nächsten Termin bei ihm...
Ich erzählte ihm, dass die Beschwerden jetzt deutlich besser, aber dafür etwas nach innen gewandert sind.
Kein Wunder, zeigt doch das Krafttraining des Vastus medialis deutliche Wirkung! Auch die Kniescheiben waren wieder deutlich geschmeidiger! Insgesamt war er sehr zufrieden mit mir, zeigte mir aber noch zwei weitere Übungen zur Kraftunterstützung der Kniegelenke und wir vereinbaren nochmals einen Termin für 9 Tage später.

Doch diesen hätte ich gar nicht mehr gebraucht, war ich doch schon zwei Tage vor diesem Termin völlig beschwerdefrei!
Jan schaute trotzdem nochmals nach und sagte nur zu mir: Unglaublich, wie schnell du das Problem in den Griff bekommen hast, und es ist echt Wahnsinn, wie schnell sich jeweils dein Vastus medialis entwickelt hat - und das in einer so kurzen Zeit!
Tja Jan, kein Wunder, ich habe ja deine Übungen mehrfach täglich sehr gewissenhaft gemacht ;-)!

Abschließend sagte Jan nur: Steffen, bei dir sieht man das du dich mit deinem Körper auseinandersetzt, ihn versuchst zu verstehen, auf ihn hörst und wirklich alles nur erdenkliche tust, jedwede Probleme SELBST in den Griff zu bekommen - wenn nur all meine Patienten so wären. So ist einer von 100....leider!

Daraufhin ich: Jan, wenn nur alle sogenannten Ärzte (besonders die Anhänger der Schulmedizin) so wären wie du, nicht gleich zur chemischen Keule (Schmerztabletten usw.) greifen würden, nicht gleich ein CT, MRT oder Röntgen "benötigen" würden, zur absoluten Schonung greifen würden, sondern mit gezielten Fragen, viel Feingefühl, Fachwissen und absolutem Verständnis um den menschlichen Körper und entsprechenden Übungen helfen würden, wäre so manchem sicherlich viel schneller und nachhaltiger geholfen!

Fazit:

Vielen Dank, dass ich mich bei Problemen, ja, auch ich habe so etwas mal, immer schnell und unbürokratisch an dich wenden und auf deine schnelle und sehr gute Hilfe bauen darf!

Ein guter Physio ist wirklich GOLD WERT!

...und das nächste mal komme ich nicht erst nach ein paar Monaten, versprochen ;-)

 
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