Läufers Weisheiten

Jeden Tag, an dem Du läufst, wirst Du nicht älter!

Wie schnell die Zeit doch vergeht, mir ist, als wenn er erst gestern gewesen wäre, der Thüringen Ultra.
Und erstaunlicherweise ging und geht es mir seither richtig gut. Klar, die letzte Woche ließ ich es etwas gemächlicher angehen, machte erst mal 2 Tage überhaupt gar nicht, um dann langsam wieder einzusteigen. 77 Km kamen trotzdem noch zusammen.

Aber noch einmal zum Thüringen Ultra, ein paar Erkenntnisse habe ich dort schon gewinnen können:

- ich hatte keine einzige Blase! Ob das nun an den kräftig mit Vasiline eingeschmierten Füßen, den Socken, den Schuhen, den niedrigeren Temperaturen ober allem zusammen lag - ich weiß es nicht. Mit Rückblick auf Delmenhost denke ich es war das Vasiline.

- auch Muskelkater oder so etwas hatte ich nicht, nur eine leichte, na sagen wir mal, Kraftlosigkeit die ersten Tage danach. Ob das jetzt an den Kompressionsklamotten lag weiß ich nicht.

- die ersten 100 Km, also vom Start bis zum VP Brotterode 2 lief ich in 13:31; die zweiten vom VP Krittelstal bis ins Ziel nach Fröttstädt in ungefähr 14:17 Stunden. Ziehe ich nun die wirklich sehr lange Pause in Floh-Seligenthal (Drop-Back-Punkt) ab, so waren es unter dem Strich etwas mehr als 14 Stunden. Ich denke mir den Lauf ganz gut eingeteilt zu haben und die ersten Kilometer nicht zu schnell unterwges gewesen zu sein! Oder....?

- rechne ich die 22:43:42 auf eine flache, leicht zu laufende Strecke bei der man keine Stirnlampe braucht und keinen Rucksack mit sich herum schleppen muss um, so denke ich die 161 Km in etwa 20 Stunden gelaufen zu sein. Bei meiner in diesem Jahr doch eher bescheidenen Vorbereitung nicht schlecht.

- seltsamerweise vielen mir mit zunehmender Distanz die Berge schnell hoch zu gehen leichter als die Bergabpassagen zu laufen, wie kommt das denn?

- ich war am Ende zwar froh im Ziel zu sein, hätte aber durchaus noch weitermachen können. Ob laufend und wie weit laufend weiß ich nicht, in jedem Fall aber gehend, und das macht mir Mut!

- mittlerweile habe ich ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt, wann mein Körper in welcher Phase eines Laufes was benötigt. Allerdings sollte es dann auch zur Verfügung stehen. Ich denke da nur ein meinen leichten Schwindelanfall...

- Schmerzen treten immer später auf, der Körper gewöhnt sich scheinbar an die Belastung, und sie sind dann auch immer besser kontrollierbar, scheinbar bin ich resistenter dagegen geworden, vielleicht auch etwas härter gegen mich selbst.

- dieser Lauf war ein sehr wichtiger Stein auf dem Weg zur TTdR230, lief insgesamt doch recht gut, gibt aber noch lange keinen Anlass, in Euphorie zu verfallen!

Jetzt gilt es nur noch festzustellen, was jenseits der 161 Km- bzw. der 24 Stundenmarke passiert. Bislang fehlen mir hier schlicht und einfach Erfahrungswerte. Nur der 24er in Bad Berleburg kann dafür herangezogen werden, und da waren es dann auch auch nur 172 Km.
Will heißen, ich muss weiter Erfahrung sammeln, gerade in Hinblick auf mein großes Ziel, die TTdR230 Pfingsten 2012, denn im Gegensatz zum Thüringen Ultra warten da dann noch weitere 70 Km auf mich - und auch dort gibt es eine Cut-Off-Zeit, nämlich 38 Stunden! Auf Thüringen bezogen würde das heißen - 161 Km in 20 Stunden - das wären dann noch 18 für die verbleibenden 70, hört sich viel an, ist es aber nicht. Und auf Bad Berleburg bezogen - 58 Km und nur noch 14 Stunden Zeit - und dort war ich völlig alle!
Wie gesagt, nur weitere Erfahrungen können und müssen mir hier helfen!

Sehr interessant wäre es jetzt noch zu wissen, wie lange ich für eine vernünftige Regeneration brauche! Dies würde mir dann auch sehr helfen, eine vernünftige Vorbereitung für die TorTour zu planen, denn auch hier kann man sehr viel falsch machen.

Also, ich bin noch lange nicht am Ende, stecke eigentlich noch in den Kinderschuhen und es bleibt weiter spannend auf meinem Weg zur Rheinorange!

Hier nochmals die Laufberichte vom Thüringen 100 Km/ Meilen
 
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