Schon seit etwas längerer Zeit merke ich, dass das Laufen, wie ich es jetzt im Moment empfinde und erlebe, mit dem noch vor einem halben Jahr nichts mehr zu tun hat. Es ist, als wäre ich in eine neue Dimension durchgedrungen und in eine völlig neue Welt getreten.
Ich weiß gar nicht so recht wie ich das beschreiben kann, wo ich mit einer versuchten Erklärung beginnen soll, so vieles und teifgreifendes hat sich da verändert. Ich erlebe ein völlig neues Gefühl der Freiheit, der Herausforderung, des Wohlseins, der Intensität, des Einklanges und der Erfülltheit, alles fällt plötzlich so leicht, ist völlig unbeschwert, eine völlig neue und mir bis vor kurzem noch völlig unbekannte Welt tut sich mir auf!
Fangen wir mal mit den sogenanneten "Training" an. Alleine dieses Wort stößt in meinem Inneren immer mehr auf Ablehnung. Training, was heißt hier Training, es ist schlicht und einfach das, was ich über alles liebe, es ist ganz einfach das LAUFEN, und nichts anderes.
Zwangsläufig habe ich auch eine Abneigung gegen den "Trainingsplan". Was soll ich denn damit anfangen? Wer erstellt mir den, kennt mich diese Person, weiß sie um meine Stärken, meine Schwächen, kennt sie meine Bedürfnisse, meine Wünsche, mein momentanes körperliches Befinden? Nein, bestimmt nicht. Nein, ich laufe so wie und wo und wie weit und in welchem Tempo es mir gefällt, so wie ich mich in diesem Moment am wohlsten fühle, so, wie es mir ganz einfach am meisten gibt.
Ein weiterer Begriff, mit dem ich absolut nichts mehr anfangen kann ist "Wettkampf"! Welch ein hässliches Wort, was ist denn ein "Wettkampf", ein Wettstreit, und vor allem gegen wen? Definiert dieser Begriff nicht automatisch Sieger und Verlierer? Wie fürchterlich, gibt es bei einem Event denn überhaupt Verlierer, oder ist nicht jeder, der es schafft, ein Gewinner? Wettstreit, gegen Andere, die Uhr, sich selbst, für wen, wem soll hier was bewiesen werden? Nein, auch mit diesem Wort kann ich nichts mehr anfangen, für mich sind das Events, Erlebnisse, Herausforderungen, ganz besondere Momente, Gefühle und Emotionen, die es zu erleben, meistern und zu bestehen gilt und die Gelegenheit, Gleichgesinnte kennen zu lernen. Der Lauf als solches ist es, den ich bestreiten will, keine Zeit und keine Platzierung, die ich erreichen will. Das Gesamte, die Natur, die Landschaft, die besondere Atmosphäre, die Strecke selbst mit allem was dazu gehört, das alles ergibt für mich ein "Event". Natürlich freue ich mich auch mal über gute Ergebnisse wenn sie zufällig mal fallen, das war es dann aber auch schon.
Auch so ein Ding sind die sogenannten "optimalen Bedingungen". Was bitte sind denn optimale Bedingungen? Regen, Trockenheit, Hitze, Kälte, Schnee, Eis, Sturm oder Windstille? Optimale Bedingungen für was? Eine gute Platzierung, eine neue Bestzeit? Nein, auch das ist mir völlig egal, ganz im Gegenteil, warum sollte ich an einem Lauf, für den ich gemeldet bin und mich so sehr darauf freue nicht teilnehmen, nur weil etwas nicht "optimal" ist? Sind es nicht eben diese Besonderheiten, die einen Lauf zu etwas Einzigartigem machen? Bei "optimalen Bedingungen" kann jeder Laufen, sich aber den Widrigkeiten zu stellen, ihnen zu begegnen, zu zu erleben und zu bezwingen, das macht erst den Reiz, auch wenn es vielleicht etwas härter ist als erwartet, na und? Sich der Herausforderung stellen, sie annehmen, das ist es, das macht ihn unvergesslich!
Und da liegt doch dann auch mein nächstes Problem, viele sagen "Du machst zu viel, läufst zu viel, machst zuviele Wettkämpfe Events". Blödsinn, wenn es für mich keinen Unterschied macht, ob ich einen sogenannten Wettkampf oder einen Trainingslauf mache, wo liegt dann jetzt für mich bitte der Unterschied? Genau, es gibt keinen Unterschied, ich laufe, so einfach ist das, ich laufe um des Laufens willen, ich möchte neue Landschaften zu Fuß erlaufen, sie aufsaugen, genießen, mich an ihnen erfreuen, die Natur in voller Intensität wahrnehmen, meinen Körper spüren, mein Innerstes erleben, nicht mehr und nicht weniger. Wo ich das jetzt tue ist doch in diesem Moment völlig egal. Der für mich frühere Wettkampf und das abgschworene Training sind für mich das Gleiche, eben schlicht und einfach Laufen, nicht mehr, nicht weniger.
Noch eine Sache, die mir zunehmend Probleme bereitet, ist die sogenannte "Regenerationspause", denn seit einiger Zeit benötige ich sie nicht mehr. Wer sagt überhaupt das ich eine brauche? Der Trainier, dessen Plan ich dann einen Tag später nicht mehr erfüllen kann, weil ich 5 Sekunden zu langsam bin? Ist mir egal, ich habe weder Trainer, noch Plan. Ich höre auf meinen Körper, den Geist und die Seele. Wo ich in der Vergangenheit nach einem etwas längeren Lauf, z.B. einem Halbmarathon mit etwas höherem Tempo, des Nachts das Gefühl hatte, 1000 Ameisen in mir zu haben und die Tage danach mit Muskelkater kämpfen musste, bin ich heute in der Lage, das Vielfache zurückzulegen ohne auch nur im Ansatz eine Schwäche in jedweder Form festzustellen.
Ich habe mich daran gewöhnt, regeneriere während des Laufens und schöpfe aus ihm auch wieder neue Kraft. Es ist eine neue Dimension des Laufens, die Leichtigkeit des Seins; es ist die Erfahrung, aus dem Genuss des Laufens selbst, aus der Wahrnehmung der Natur und der Zulassung sämtlicher Emotionen heraus Kraft und Zuversicht zu gewinnen. Also warum sollte ich dann bitte sogenannte "Regenerationspausen" machen? Verstehe ich nicht, mache ich nicht, kann ich nichts mehr mit anfangen. Ich laufe frei, ungezwungen, unbeschwert, im völligen Einklang mit mir und meiner Umwelt, der Natur und der Menschen, die mir am Herzen liegen. Und da ist es völlig egal, wie weit, wie oft, wo und wann, nur DAS ich laufe, das ist es, was zählt. Es ist eine völlig neue Welt, von mir noch völlig unentdeckt, aber bereits jetzt schon unglaublich schön, absolut wert erkundet zu werden und ich habe sie gerade erst entdeckt und betreten! Wo sie mich hinführt, was sie mich entdecken lässt und noch alles für mich bereit hält weiß ich nicht, aber es ist unglaublich spannend es herauszufinden. Auch wo meine Grenzen sind ist mir noch verborgen geblieben, weder bei 2000 Höehenmetern, noch bei 100 Km, und schon gar nicht bei 10 Stunden. Ich weiß es nicht und es reizt mich sehr es herauszufinden! Ganz nebenbei sind wir heute natürlich auch wieder gelaufen, wen wundert´s. 15 Km schön gemütlich bei herrlich frischer Luft und leichtem Regen. Momentan meint es die Natur wirklich sehr gut mit uns. Und nur so nebenbei, ich bin somit innerhalb einer Woche 154,4 Km und 2415 Höhenmeter gelaufen, soweit wie noch niemals zuvor, und es hat riesigen Spaß gemacht und mich NICHT überfordert und ich habe auch KEINE Probleme. Gleiches gilt auch für meinen Schatz Melanie, sie lief diese Woche 118,7 Km und 1812 Höhenmeter. Diese Strecke (knapp 46 Km und 588 Höhenmeter) werde ich übrigens am Sonntag laufen, mit dem neuen Trinkrucksack, und ich freue mich schon sehr darauf, denn sie ist mir noch völlig unbekannt. Auch mein Schatz wird sich am Sonntag einen schönen Lauf gönnen, wunderbare 26 Km entlang des Rheins. Morgen wird sie einen schönen 10er Sololauf absolvieren, denn ich muss leider den ganzen Tag arbeiten und dabei den ganzen Tag auf den Beinen sein. Aber sag niemals nie... 24 Kommentare lesen... >>
Mein Dank an Körper, Geist und Seele
Dank an meinen Körper:
Danke - das Du es mir ermöglichst das zu tun, was ich so sehr liebe, nämlich zu LAUFEN
Danke - das Du all meinen Ergeiz ertragen hast und mich ohne größere Probleme all meine Ziele hast erreichen lassen
Danke - das Du Dich in all den Jahren nach und nach an meine immer größer werdenden Ansprüche angepasst hast
Danke - das Du mich gerlehrt hast Deine Sprache zu verstehen
Danke - das Du mich durch Deinen Schmerz immer wieder zur Vernunft und zur Vorsicht ermahnt hast
Danke - das Du mir Deine Bedürfnisse sowie Dein Verlangen gezeigt und mich gelehrt hast, sie zu erkennen und zu verstehen
Danke - das Du all die Male, an denen ich mehr wie das normal Erträgliche von Dir verlangt habe, ohne Blessuren überstanden und mir verziehen hast
Danke - das Du in der Lage bist Dich zu steigern und das Letzte aus Dir rauszuholen Danke - das Du meine ab und an vorkommenden Übertreibungen nicht nachträgst (schlechte Ernährung, zu wenig Schlaf)
Danke - das Du ein solches Wunder bist!
Hier einmal meine körperliche Veränderung seit der ersten Erfassung vor fast 3 Jahren:
Ruhepuls: 37 (58) Gewicht in Kg: 69,7 (81,2) Körperfett in %: 5,2 (26,3) Muskelmasse in Kg: 63,8 (40,1)
Wasser in %: 70,9 (53,3) Knochen in Kg: 3,3 (2,9) Stoffwechselalter: 25 (32)
Danke an meinen Geist:
Danke - das Du mich zum Laufen gebracht hast Danke - das Du mich hast aus meinen Fehlern lernen lassen Danke - das Du so konsequenz und zielstrebig warst und mich so beim Laufen gehalten hast
Danke - das Du all die Erfahrungen ausgewertet und im jeweils richtigen Moment eingesetzt hast Danke - das Du immer denn stark warst, wenn mein Körper schwach wurde
Danke - das Du mir hilfst Schmerzen zu ertragen und sie einfach abzuschalten Danke - das Du so unglaublich willensstark und ergeizig bist Danke - das Du mich beim Laufen die Natur in ihrer unheimlichen Schönheit so intensiv Wahrnehmen und Genießen lässt
Danke an die Seele:
Danke - das Du mich das Laufen so empfinden lässt wie ich es wahrnehme
Danke - das Du dann für mich da warst, wenn Körper und Geist mich verlassen haben Danke - das Du beim Laufen alle Emotionen an mich heran und in vollen Zügen genießen lässt Danke - das Du mich des öfteren während eines Laufes in einen Zustand versetzt, in dem ich wahrscheinlich ewig weiter laufen könnte Danke - das Du mich, wenn es schwer wird, in einen tranceähnlichen Zustand versetzten kannst Danke - das Du mich mental so unglaublich stark machst
Es gäbe noch so viel zu schreiben, doch möchte ich es dabei bewenden lassen.
Ohne Euch wäre ich ein Nichts, ein Niemand, Staub, ein Wind und zu nichts in der Lage. Nur gemeinsam und im richtigen Verhältnis zueinander sind wir eine Einheit und können nahezu alles erreichen.
Ich habe das verstanden, bin sehr dankbar dafür und versuche nach Kräften mein Bestes dafür zu tun, dass dieser Einklang und diese Harmonie nicht aus dem Gleichgewicht kommt.
Laufen lehrt mich dies zu verstehen und es jeden Tag neu Wahrzunehmen und entsprechend zu handeln.
Laufen ist Medizin für Körper, Geist und Seele!
Danke!
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Vor etwa drei Wochen hatten wir ja die Gelegenheit, bei "Laufe Marathon" sprich Heiko Wache ein Interview zu geben. Ich muss schon sagen, die Fragen waren wirklich sehr gut gewählt. Nachdem dieses virtuelle Gespräch nun seit 14 Tagen bei ihm veröffentlicht ist (ich wollte ihm ja keine Konkurrenz machen), möchte ich es für diejenigen, die es noch nicht gelesen haben, nun auch hier präsentieren. Ab er als Erstes auch hier noch einmal herzlichen Dank an Heiko, es war uns eine Ehre Rede und Antwort zu stehen und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht:
"Als nächstes möchte ich die Gelegenheit nutzen, um das Läuferpaar Melanie und Steffen vorzustellen. Beide sind im Internet unter runningfreaks.de zu finden und zu erleben.
1. Hallo Melanie und Steffen, kurz zu Eurer Vorstellung: Wer seid Ihr? Was macht Ihr? Jo, ich fange dann halt mal an. Ich bin der Steffen, 40 Jahre alt, als Informationsverarbeitungstechniker in der Datenverarbeitung eines Pharmaunternehmens in Familienbesitz tätig und meine Passion ist das Laufen. Außerdem bin ich noch im Vorstand und im Herrenkomitee unseres Karnevalsvereins, also ein Vollblutfastnachter.
Mein Schatz Melanie, mit der ich das unwahrscheinliches Glück habe seit über 11 Jahren sehr glücklich verheiratet zu sein, ist 38 Jahre alt und hat einen sehr stressigen Job in einer Radiologischen Gemeinschaftspraxis in Mainz. Auch sie ist narrisch und dem entsprechend im Damenkomitee des gleichen Vereines.
Außerdem schauen wir uns sehr gerne Horrorfilme in unserem Homecinema an, lieben die Musik und lesen auch sehr gerne einmal ein gutes Buch.
2. Solange seid Ihr zwei beiden auch noch nicht als ambitionierte Läufer dabei. Welche Gründe gab es für Euch, mit dem intensiveren Laufen zu beginnen und was sorgte dafür, dass Ihr auch dabei geblieben seid? Gründe mit dem intensiven Laufen zu beginnen, schwierig zu Beantworten. Also einmal die Woche für etwa 1 Stunde Laufen und einmal die Woche Krafttraining machen wir eigentlich schon seit ungefähr 9 Jahren, das ist etwa so lange wie wir nicht mehr rauchen. Durch mein Abendstudium war das allerdings zum Ende hin leider aus Zeitgründen nicht mehr so möglich, sodass ich etwa ein Jahr gar nichts mehr gemacht habe. Das war von Sommer 2006 bis Sommer 2007. Doch, eines habe ich da gemacht, mich nämlich von 73 Kg auf 82 Kg hochgefuttert.
Als der Abschluss dann endlich geschafft war, das war im Juni 2007, stelle sich die Frage, wie man das wieder los werden könnte, denn wohlgefühlt habe ich mich so überhaupt nicht. Gut, von einem mal Laufen und einem mal Krafttraining in der Woche würde da auch nicht viel passieren, also haben wir uns dazu entschieden 2 – 3 mal in der Woche laufen, damals nannten wir das noch joggen, zu gehen. Doch mir war schnell klar, ohne langfristiges Ziel hören wir damit ganz schnell wieder auf. Da habe ich meinen Schatz gefragt, welche Ideen sie denn so hätte und da sagte sie: “Lass uns einen Marathon laufen”! Und so haben wir es dann auch gemacht.
Ein Trainingsplan wurde erstellt und so debütierten wir gemeinsam im Mai 2008 beim Gutenberg Marathon in Mainz mit einer Zeit von 4:28, und zwar ohne Schmerzen und mit einem breiten Lachen im Gesicht. Wir fragten uns dann: “Und nun, was machen wir nun? So hart war das doch jetzt gar nicht, war das schon alles“? Also steckten wir uns neue Ziele. Es folgte mein Ultramarathondebüt im August 2008 in Leipzig und mein zweiter Marathon in Darmstadt einen Monat später. Die Ziele waren da jeweils anders, in Leipzig war es einzig das Finishen, in Darmstadt eine neue Persönliche Bestzeit aufzustellen. Und so ging das dann 2009 munter weiter.
Mittlerweile habe ich 7 Marathons, 5 Ultras über 50 Km, einen 6-Stundenlauf über knapp 70 Km und sogar einen 100er auf meinem Konto. Auch Melanie ist mit 6 Marathons und einem 50er gut dabei. Warum wir dabei geblieben sind? Weil es so verdammt viel Spaß macht, man viel sieht und wahnsinnig viele nette Menschen dadurch kennen lernen darf.
3. Was hat sich in Eurem Leben, außer der Fitness, verändert seitdem Ihr lauft? Würdet Ihr die These bestätigen, dass Laufen ruhiger und ausgeglichener macht? Erst einmal zu einem großen Teil der Freundeskreis, denn für so manchen sind wir einfach nur verrückt und bekommen auch recht wenig Verständnis für unsere Leidenschaft entgegen gebracht. Da hat sich einiges in Richtung Läufer hin verschoben, ist ja auch irgendwo völlig normal, wie ich denke. Sehr viele Menschen haben aber auch inzwischen Respekt für die von uns erbrachten Leistungen und bewundern uns sogar ob der von uns an den Tag gelegten Disziplin und unserem Durchhaltevermögen. Einige Staunen über unseren sehr guten Gesundheitszustand, kennen sie uns doch noch aus früheren Zeiten mit all unseren Wehwehchen.
Ob Laufen ruhiger und ausgeglichener macht? Absolut, und nicht nur das. Es macht einen selbst viel zufriedener, dankbarer, wertschätzender, man läuft buchstäblich mit ganz anderen und viel offeneren Augen durch die Gegend, sieht vieles ganz anders, genießt mehr und kann sich auch an den winzigsten Kleinigkeiten hoch erfreuen. Man nimmt die Welt zuweilen auf einer ganz anderen Ebene wahr, viel intensiver, viel wacher.
Auch sich selbst lernt man ganz neu kennen. Man lernt sogar, wie ich es immer so gerne ausdrücke, eine komplett neue Sprache, nämlich die seines Körpers. Und der hat eine Menge zu erzählen, ständig, man konnte ihn früher nur nicht recht verstehen. Heute weiß ich viel mehr über mich als noch vor 3 Jahren. Ich weiß zu welchen Leistungen ich in der Lage bin, was mein Körper braucht, kenne aber auch seine Warnsignale und reagiere entsprechend auf sie. Das ich meinen Organismus gelernt habe zu verstehen dankt er mir dann mit Verletzungsfreiheit und immer wieder fantastisch gemeisterten Herausforderungen. Das war aber ein langer Prozess und ist erst nach und nach passiert, natürlich auch mit dem einen oder anderen Fehler. Doch aus diesen habe ich gelernt und das ist das Wichtigste. Und die Sprache umfasst z.B. Ernährung, korrekte Belastung, benötigte Regeneration, Trainingsplananpassung, nur um einige einmal zu nennen.
4. Laufmuffel klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit hätten, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind sehr schnell gefunden. Wie schaffst Ihr es, das Laufen in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen? Wir haben das Pech ungewollt kinderlos zu sein, das heißt viele Verpflichtungen, wie sie Gleichaltrige haben, fallen bei uns dadurch weg. Ich denke das ist, was das Laufen betrifft, ein Vorteil. Zumindest versetzt es uns in die glückliche Lage, etwa 70 % aller Läufe gemeinsam bestreiten zu können, die sonst wohl eher zeitversetzt stattfinden müssten. Aber ganz grundsätzlich bin ich der Meinung das jeder, ausnahmslos jeder Zeit zum Laufen hat. Man muss ja nicht wie wir zwischen 70 und 100 Km in der Woche laufen, aber ich denke 2 – 3 Stunden und somit etwa 20 – 30 Km ist wirklich für jeden machbar und würde vom Trainingsumfang immerhin für einen Halbmarathon reichen.
Ich sage es einmal so, in der Zeit, in der andere Fernsehen, laufen wir, wenn viele glauben sich nach der Arbeit erst einmal eine Stunde auf die Couch legen zu müssen, ja auch da laufen wir. Rechnet das mal auf 5 Arbeitstage hoch sind das schon über 5 Stunden, reicht doch, oder? Und dann gibt es ja noch ganz andere Möglichkeiten, man kann ja auch zur Arbeit laufen, oder von der Arbeit nach Hause laufen, ach es gibt so viele Möglichkeiten. Ich denke es liegt einfach am Willen und an der Gewohnheit. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier mit zuweilen schwachem Willen.
Klar lassen wir auch einmal eine Einheit ausfallen oder wir stellen das Training sogar während des Trainings selbst kurzerhand um. Zu Beginn unseres Laufens haben wir streng nach Plan trainiert, heute gibt es nur noch ein grobes Gerüst und was gemacht wird entscheidet dann oftmals unsere jeweilige Verfassung. Und wenn es einmal nicht geht wird es eben einfach auf morgen verschoben. Wir sehen das nicht mehr so eng wie noch vor zwei Jahren. Einzig die grundsätzlichen Trainingsprinzipien werden nach wie vor eingehalten.
5. Ich gewinne oft den Eindruck, dass Menschen sich und Ihren Körper überfordern, weil sie neben der Arbeit auch die Familie und Haus, Hof und Garten versorgen müssen, Sport muss auch noch sein und eine gesunde Ernährung ist Pflicht. Oft erscheint es wie ein Zwang und es ist fraglich, ob dies der Weg zur Zufriedenheit sein kann. Wie geht Ihr mit diesem Leistungsdruck, immer den “Mann” oder die “Frau” stehen zu müssen, um? Leistungsdruck? Nein, den lassen wir erst gar nicht aufkommen. Wem sollen wir denn was beweisen? Niemandem außer uns selbst. Wir haben auch Verpflichtungen und Haus und Hof fordern auch ihren Teil, doch sagen wir auch oft genug: “Na und, dann bleibt es eben liegen und wird erst später erledigt”. Von diesem Zwang des Funktionierens haben wir uns weitestgehend loslösen können und das ist auch gut so. Klar, viele Dinge müssen gemacht werden, doch wenn man die gut plant ist das normalerweise auch stressfrei zu bewerkstelligen.
Und Sport, also das Laufen, MUSS nicht sein, es DARF sein, es ist ein Geschenk, wir brauche es, es ist unser Lebenselixier, so wichtig wie unser täglich Brot und Wasser, so selbstverständlich wie das Aufstehen, die Morgentoilette, das Frühstück usw. Bewegen wir uns einen Tag nicht geht das noch, gerade so, am zweiten ist es dann aber auch schon zu viel, da müssen wir raus, uns bewegen, an die frische Luft.
Nein, Laufen ist ein Darf und absolutes Vergnügen, keine Pflicht und kein Zwang. Es ist Balsam für Körper, Geist und Seele. Wenn es Pflicht wäre würden wir sofort damit aufhören.
6. Im Internet seid Ihr aktiv mit Eurer Website runningfreaks.de. Habt Ihr durch Eure Aktivitäten schon neue Laufbekanntschaften schließen können und wie wichtig ist Euch die Vernetzung im Internet? Oh ja, sowohl virtuell als auch in der Realität. Und die sind alle samt sehr positiv. Manchmal haben wir das Gefühl wir Läufer sind alle eine riesige Familie. Es gibt auch sehr viele Läufer, die wir unbedingt noch persönlich kennen lernen möchten, deren Denkweisen uns sehr interessieren und deren Leistungen und Lebenseinstellungen uns unglaublich faszinieren. Oft ist es aber auch umgekehrt, da lernt man sich im echten Läuferleben bei irgend einem Event kennen und hält über das Medium Internet weiterhin den Kontakt aufrecht. Insofern ist uns beides sehr wichtig. Die Website gibt aber auch die Möglichkeit Wissen und Erfahrungen weiter zu geben, umgekehrt sich aber auch viele nützliche Tipps dort, beispielsweise als Kommentar im Blog, geben zu lassen. Oft tut es aber auch einfach mal gut über diesen Weg getröstet zu werden, auch einmal Mut zugesprochen zu bekommen oder für eine erbrachte Leistung gelobt zu werden.
7. Ihr seid ein Läuferpaar: Ist da manchmal eine gewisser Konkurrenzkampf vorhanden, z.B. ich will mehr Kilometer machen als mein Partner? Ist Euch das gemeinsame Laufen wichtig oder sollte auch jeder mal seine eigenen läuferischen Wege gehen? Konkurrenzkampf gibt es bei uns nicht, aus dem ganz einfachen Grund, da ich um einiges schneller bin als mein Schatz.Das hängt mit unserer Jugend zusammen, während Melanie früher noch nie Sport getrieben hat, war ich in meiner Jugend sportlich ganz gut unterwegs. Erst Fußball, später Mehrkampf in der Leichtathletik im Leistungskader des USC-Mainz inklusive der Teilnahme an den Landesjugendmeisterschaften. Doch damit war dann aufgrund einer Verletzung von meinem 16. bis zu meinem 31. Lebensjahr Schluss. Doch die “Vorbelastung” macht sich heute doch deutlich bemerkbar.
Das ist aber auch völlig egal, klar, manchmal ist sie schon etwas neidisch auf mein Tempo, doch ich bin ja auch neidisch auf andere Läufer, wo ist da jetzt der Unterschied? Außerdem ist das doch auch ganz egal, jeder läuft sein Tempo und laufen wir gemeinsam passe ich mein Tempo an das Ihrige an, so einfach ist das.
Nein, wir sehen es als riesigen Vorteil an etwa 80 % aller Läufe gemeinsam absolvieren zu können, ab und an aber auch einmal einen Lauf alleine machen zu können. Gleiches gilt bei Wettkämpfen, etwa die Hälfte bestreiten wir zusammen, mein Schatz versucht ihr jeweiliges Ziel zu erreichen, während das für mich dann eher ein prima Trainingslauf ist, den ich unter anderem zum Bildermachen und Filmen nutze. Dann gibt es wieder Rennen, die wir getrennt bestreiten, da jeder eben sein eigens Ziel verfolgt und somit sein eigenes Tempo läuft. Beides hat eben auf seine Weise seinen Reiz.
Die gemeinsamen Trainingsläufe aber genießen wir besonders und es kommt nicht selten vor, dass wir im absoluten Gleichschritt daher laufen. Nicht, dass wir es bewusst so wollten, es passiert einfach und gibt uns immer wieder ein tolles Gefühl der Einheit und Gemeinsamkeit, einfach unbeschreiblich und das wollten wir auch nicht mehr missen.
Ja, uns ist das gemeinsame Laufen sehr wichtig, sowohl im Training als auch im Wettkampf.
8. Die Motivation spielt im Sport immer wieder eine große Rolle. Wie motiviert Ihr Euch zu immer neuen Taten im Training und Wettkampf? Oh je, da gibt es so unendlich viele Gründe, wo soll man da nur anfangen? Mit den Antworten zu den Fragen 2 und 3 haben wir ja schon einiges genannt. Die Motivation beim Training kommt aber auch aus ganz einfachen Situationen heraus, man erfreut sich an dem Sonnenschein, der Natur, der Laufstrecke, an der Bewegung, an dem wunderen Gefühl während und nach dem Laufen. Oftmals freut man sich auch auf eine Strecke die man noch nicht kennt, an neuen Schuhen, die man einlaufen darf, an einem neuen Shirt, einer Hose, auf eine bestimmte Musik, gibt es eigentlich etwas, was nicht motivierend wirken kann?
Beim Wettkampf verhält sich das ähnlich, mal ist es der Ehrgeiz eine neue Bestzeit zu erreichen, dann aber auch einfach die Tatsache, eine neue Herausforderung zu bestehen, oder die Freude auf einen wunderschönen Landschaftslauf, auf die Natur, die vielen netten Läufer die man dort trifft, die Atmosphäre des jeweiligen Events, die vielen Zuschauer, die einen anfeuern, oft aber auch einfach das Drumherum, oder alles zusammen? Auch hier gibt es kaum etwas, was nicht motivierend wirken kann.
Die Hauptmotivation ist sowieso das Laufen selbst.
9. Was würdet Ihr Einsteigern auf dem Weg zur einer “Laufkarriere” mitgeben? Gibt es da Tipps oder Erfahrungen, die Ihr teilen könnt? Wir sind keine allwissenden Laufpäpste, wirklich nicht. Da gibt es jede Menge Läufer, die über weitaus mehr Erfahrung verfügen wie wir. Aber wir denken es gibt ein paar Grundsätze die man beachten sollte. Langsam aber konstant mit dem Laufen beginnen, nur ganz allmählich steigern, sowohl Intensität als auch Umfang und niemals beides zusammen, Ruhephasen einlegen, auf seinen Körper hören, auch mal kürzer treten wenn es sein muss, sich zu Beginn kleine, aber erreichbare Ziele stecken, diese dann bei einsetzendem Erfolg ebenfalls langsam steigern, Gymnastik und Krafttraining nicht vergessen und vor allem immer den Spaß beim Laufen behalten. Laufen darf niemals zum Zwang oder zum Muss werden.
10. Schon lange ist Marathon und Ultralauf nicht nur was für Verrückte. Woher kommt Eurer Meinung nach der Drang von Menschen, nach immer größeren Herausforderungen zu streben? Die Frage ist für uns erst einmal „Was ist eine größere Herausforderung?“, ich meine, wer definiert das? Wenn ein Marathon nicht 42,195 Km wäre, sondern 50 Km, wäre dann ein 100 Kilometerlauf eine größere Herausforderung? Ich weiß es nicht, dies sei nur mal so am Rande bemerkt.
Bei uns ist es so, dass wir uns nach unserem ersten gefinishten Marathon gefragt haben: „War es das jetzt, ist das wirklich schon alles, keine Schmerzen, nur ein wenig Muskelkater, sonst nichts“? Dann lasen wir, dass es auch 50 Km-Läufe gibt, prompt haben wir uns zu einem angemeldet. Resultat genau wie nach dem ersten Marathon. Also ging es weiter, sodass sogar die 100 Km erfolgreich und ohne Probleme gefinisht wurden. Und was kommt jetzt? Keine Ahnung. Wir denken jeder möchte für sich seine Grenzerfahrungen machen, seinen Körper mal so richtig kennenlernen, einfach mehr über sich erfahren, Grenzen überschreiten und entdecken, zu was er alles in der Lage ist. Außerdem wird man mit der Zeit auch mental unglaublich stark, man weiß zu was man in der Lage ist, welche Ausdauer man hat und davon profitiert man auch sehr in seinem normalen Leben, egal ob beruflich oder privat. Also wir haben unsere Grenzen auf jeden Fall bis heute noch nicht herausgefunden.
11. Wie steht Ihr zu Trainingsplänen und zur neuesten Technik wie Garmin Forerunner? Auch wir bedienen uns zur Trainingskontrolle und auch zur Steuerung der modernen Technik, allerdings gehören wir zur Fraktion der Polarnutzer. Da dann allerdings das Topmodell. Sagen wir es mal ganz ehrlich so, brauchen würden wir diese Technik wahrscheinlich nicht unbedingt, es ist aber ohne Zweifel ein schönes Spielzeug. Mit der Zeit hat man als Läufer gelernt anhand des gefühlten Pulses und der Atmung sein Tempo richtig einzuschätzen und wäre auch ohne Laufcomputer in der Lage, sein Training korrekt durchzuführen. Für Anfänger ist es allerdings fast unverzichtbar.
Was Trainingspläne angeht kommen wir mehr und mehr davon ab. Na ja, nicht ganz, wir haben wohl einen, passen diesen aber täglich an unsere momentane Verfassung und an den Tagesablauf an. Er dient uns so zu sagen lediglich als grober Anhaltspunkt und Richtschnur.
12. Sind intensive Planung und beste Technik wirklich für Läufer immer hilfreich oder können sie auch ein Hemmschuh sein? Also ich gehöre zu den Läufern, für die eine akribische Vorbereitung und Planung ein absolutes Muss ist. Es ist doch wie in der Schule, oder? Je besser man für eine Arbeit oder Klausur vorbereitet ist, umso entspannter und gelassener ist man dann auch und das zahlt sich schließlich auch in guten Noten aus. Ich denke beim Laufen ist es ganz ähnlich. Und unter einer guten Vorbereitung verstehe ich auch eine mentale Vorbereitung auf das, was da kommt. Ich persönlich denke mir so ziemlich alles aus, was während eines Wettkampfes z.B. so alles passieren könnte. Trifft es dann ein bleibe ich ganz entspannt, habe ich doch schon mindestens eine Lösung parat. Ich denke das ist ganz wichtig und viele unterschätzen diese Art des Trainings oder dieser Vorbereitung. Was soll mich denn bitte schön noch aufhalten, wenn ich im Kopf stark bin? Beste Technik würde mir da nicht weiter helfen, dem entsprechend messe ich ihr eine viel niedrigere Bedeutung zu. Es ist wie beim Training, eine schöne Kontrolle, ein schönes Spielzeug, aber brauchen tue ich es eigentlich nicht.
13. Ihr lauft mit offenen Augen durch die Welt und habt dadurch das Projekt: “Laufend etwas bewegen.” ins Leben gerufen. Was ist das Ziel dieses Projektes und was macht es aus? Ziel dieses Projektes ist es ganz gezielt bedürftigen direkt bei uns vor Ort ganz unbürokratisch zu helfen. Es gibt so viele Hilfsaktionen für das Ausland, auch wir unterstützen ja ein Patenkind, das auf den Philippinen lebt, aber wir haben es selbst mehrfach gesehen, Armut gibt es auch bei uns, direkt vor der Haustüre. Warum engagiert sich niemand für diese Menschen? Und genau das haben wir uns auch gefragt. Das Besondere an diesem Projekt ist die Tatsache, dass sich sowohl Läufer als auch Nichtläufer daran beteiligen können. Läufer sogar nicht nur mit Geld, sondern auch mit ihrer eigenen läuferischen Leistung. Wir denken das motiviert zusätzlich und sorgt außerdem dafür, dass man sich noch mehr mit diesem Projekt verbunden fühlt. Außerdem ist dies eine sehr dynamische Aktion die sich erst mit der Zeit entwickelt und das macht sie auch so spannend. Es gibt eine eigene Homepage, die stets aktuell gehalten wird und auf der jeder nachschauen kann, wie viele Spender es mittlerweile gibt und wie hoch der bereits erlaufene Spendenbetrag ist.
Ein weiterer Punkt ist der, dass ganz zum Schluss jeder Spender durch eine Abstimmung mit entscheiden kann, für was genau das Geld eingesetzt wird. Des weiteren gibt es eine offizielle Spendenübergabe bei der jeder Spender Teilnehmen kann und so die Möglichkeit haben wird, die Menschen, für die er gespendet hat, selbst kennen zu lernen und deren Herzlichkeit und Dankbarkeit zu erleben. Auch das motiviert und schafft vor allem auch für Vertrauen und Transparenz, weiß man doch zu 100 % wohin das Geld geht, und zwar jeder einzelne Cent!
14. Was hat Euch dazu bewogen, dieses Projekt ins Leben zu rufen? Zum einen ist es die Tatsache, dass wir wahnsinnig viele Obdachlose während unserer Trainingsläufe unter Brücken, Unterführungen, Durchgängen usw. haben schlafen sehen – im tiefsten Winter. Und das nicht erst in diesem Jahr, sondern schon die letzten beiden Jahre. Auch an der Tafel, also der Essens- und Lebensmittelausgabe sind wir sehr oft vorbei gelaufen. Das alles hat uns sehr nachdenklich gemacht und so haben wir dann begonnen, uns intensiver damit zu beschäftigen. Die Idee etwas zu tun hatten wir schon länger, alleine die Art und Weise mit der wir etwas tun könnten war uns noch unklar. Ein weiterer Punkt ist der, dass wir, seitdem wir uns damit beschäftigen festgestellt haben, dass es ja wirklich massig Spendenaktionen gibt, aber wirklich keine einzige für diese Bevölkerungsgruppe.
So gibt es jede Menge Aktionen, vor allem der Medien, auch für deutsche Projekte, aber, und das soll jetzt nicht abwertend sein, immer nur für die selben Institutionen wie Behindertenheime, Ein Herz für Kinder, Tierheime, Suchtzentren usw., eben alles Aktionen, die man Medienwirksam an die Öffentlichkeit bringen kann. Ein krankes, trauriges Kind wirkt eben mehr als ein Obdachloser, der bei Eiseskälte unter einer Brücke schläft oder ein Bedürftiger, der bei der Tafel um etwas zum Essen bittet. Außerdem gibt es da eine regelrechte Lobby, man soll es nicht glauben, besonders Projekte der kirchlichen Träger erhalten auffallend oft Unterstützung durch die Medien, wie bereits gesagt, es lässt sich eben medienwirksamer verkaufen und irgendwie erinnert das schon sehr stark an Politik, die im Übrigen ebenfalls ordentlich mitmischt. Wir haben das ja selbst schon festgestellt, weder Radio, noch TV oder die Tageszeitung zeigten Interesse an unserer Aktion, einzig das wöchentlich erscheinende Wochenblatt war begeistert davon. Übrigens läuft deren Redakteurin mittlerweile ebenfalls für unsere Aktion. Schlage selbst einmal die Zeitung auf oder achte im Fernsehen darauf und Du wirst feststellen, dass es so ist wie wir es beschreiben. Obdachlose haben keine Lobby, sie sind eine Randgruppe die niemand in seiner Nähe haben will, überall werden sie aus den Städten verbannt, niemand beachtet sie, traurig.
15. Spendenaktionen in der Laufszene scheinen zur Zeit hoch im Kurs zu stehen, siehe auch Run4Haiti. Was kann wirklich durch diese Spendenaktionen bewegt werden? Wir, und damit spreche ich nur für unsere Aktion, wollen erreichen, dass es ein nachhaltiges Bewusstsein für bedürftige Menschen in Deutschland, besonders in unserer Stadt gibt. Wir wollen erreichen, dass man diese Menschen nicht vergisst und sie ignoriert, es kann jeden von uns treffen und zwar schneller, als uns leib sein kann. Job weg, kein Geld mehr, Wohnungsverlust, ohne Wohnung keine Arbeit, glaube mir, es kann wirklich sehr schnell gehen. Durch die Spendenübergabe sollen auch Berührungsängste abgebaut werden und die Spenderdazu bewegt werden, sich weiterhin gemeinsam mit uns für diese Menschen einzusetzen. Nachhaltigkeit, das ist das Ziel. Ich halte nichts davon einfach einen Betrag X irgendwohin zu überweisen und fertig. Mit unserer Art der Spende gibt es viel mehr Möglichkeiten sich aktiv daran zu beteiligen und auch gedanklich damit auseinanderzusetzen.
16. Besteht möglicherweise die Gefahr, dass sich einzelne Initiatoren solcher Aktionen profilieren wollen und die Aktion nur Mittel zum Zweck für das eigene Ego und Presseaufmerksamkeit ist? Ausschließen kann man das natürlich niemals, das ist klar. Fakt ist aber das man ohne die Presse kaum eine Chance hat etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen. Und wenn es doch diese Medien gibt, warum sollte ich sie dann für den guten Zweck nicht nutzen? Nein, Aufmerksamkeit brauchen wir nicht, nicht für uns, aber wohl für unsere Aktion. Es ist ja auch so, das man ja auch unheimlich viel Zeit in eine solche Sache steckt, teilweise sogar viel Geld. Ich wollte nicht wissen, wie viele Arbeitsstunden in die Aktion „Run4Haiti“ geflossen sind, wie viele schlaflose Nächte das gekostet hat, da wurde sehr viel Herzblut investiert und ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas nur macht um sich zu profilieren. Auch wir haben sehr viel Zeit in unsere Aktion gesteckt, inklusive eigener Homepage usw., nein, das macht niemand um Aufmerksamkeit in der Presse zu bekommen. Wir auf alle Fälle nicht. Wir machen das, weil wir es aus tiefstem Herzen machen wollen und es uns wichtig ist, für diese Menschen etwas zu tun.
17. Was war für Euch bisher das schönste Lauferlebnis, das Ihr erlebt habt? Grundsätzlich ist jeder lauf ein besonderes Lauferlebnis, weil jeder auf seine Art einzigartig ist. Was die Wettkämpfe angeht waren es folgende:
Für Melanie war der schönste Lauf mit Abstand der 50iger in Leipzig im August 2009, da hat einfach alles gepasst. Tolles Wetter, wunderbare Strecke, wahnsinnig nette Leute und eine einzigartige Atmosphäre haben dort für ein ganz entspanntes und unvergessliches Lauferlebnis gesorgt. Es war alles so richtig familiär, auch und besonders vor und nach dem Lauf selbst.
Bei mir ist es schwer zu sagen, eigentlich hat jeder Wettkampf etwas besonderes. Gut, der erste gefinishte Marathon 2008 ist wohl genauso unvergesslich wie der erste absolvierte 100er, der übrigens auch in Leipzig 2009 stattfand. Aber auch der 6-Stundnlauf in Troisdorf November 2009 hat etwas besonderes. Warum? Ich möchte es so beschreiben, es lief dort eigentlich überhaupt nichts rund, ich war saft- und kraftlos, fast der gesamte Lauf wurde nur aus dem Kopf gelaufen und trotzdem sind 69,150 Km dabei herausgekommen. Eine Leistung, von der der ich vorher noch nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Auch ein solcher, sagen wir mal Kampflauf, ist doch auch ein schönes Erlebnis, oder?
Aber nochmal, wäre nicht jeder Lauf etwas besonderes, würden wir dann überhaupt noch laufen?
18. Jeder Läufer kennt kleine oder größere Krisen im Wettkampf. Gab es Erfahrungen, die Ihr schon machen musstet und welche blieben Euch da besonders in Erinnerung? Bei Melanie war es ohne Zweifel der Berlinmarathon 2009. Nach dem Tod ihres Vaters im Sommer des gleichen Jahres, den wochenlangen Querelen auf ihrer Arbeitsstelle mit tagelanger Schlaflosigkeit und dementsprechend schlechter Vorbereitung wollte sie ihn völlig entkräftet trotzdem unbedingt laufen. Die ersten 20 Km gingen ja noch, doch dann war jeder Schritt eine einzige Qual, der Puls war viel zu hoch und sie hatte überhaupt keine Kraft mehr. Doch aufgeben wollte sie nicht, sie wollte unbedingt durch das Brandenburger Tor laufen, für ihren Vater, für sich selbst und hat das dann auch mit unbändiger Willenskraft tatsächlich geschafft. Als sie nach 4:28 Stunden dort durch das Ziel lief stand ein Schotte mit seinem Dudelsack auf der Zielgeraden und spielte dort ganz alleine Amazing Grace. Es war eine einzigartige Atmosphäre, ein unbeschreibliches Gänsehautgefühl, diese Melodie und die applaudierenden Zuschauer und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie unter Tränen durch das Ziel lief, völlig fertig aber überglücklich. Diesen Lauf mit 22 Km Kampf um jeden Meter, vor allem aber der Zieleinlauf, wird sie niemals vergessen.
Was mich angeht ist es nur der 6-Stundenlauf in Troisdorf gewesen, bei dem ich wirklich sehr kämpfen musste. Obwohl, wenn ich an den 50iger in Rodgau bei tiefem Schnee und Eis 2010 denke, das war auch ein unglaublich harter Lauf und hatte auf den letzten 15 Km wirklich nichts mehr mit Vergnügen zu tun gehabt. Aber auch solche Läufe muss es geben, denn erst so weiß man andere entsprechend zu schätzen, oder?
19. Vielen Dank für das Interview. Auf was von den runningfreaks dürfen wir uns in nächster Zeit freuen? Sagen wir es doch einmal so, wenn uns vor vier Jahren jemand erzählt hätte, dass wir jemals einen Marathon oder gar 50 oder 100 Km laufen würden, den hätten wir ihn für total verrückt erklärt. Das Jahr 2010 ist voll mit neuen Herausforderungen, wir sind selbst gespannt ob wir in der Lage sind, diese alle zu schaffen. Niemand weiß was die Zukunft bringt und genau das macht sie ja so spannend, oder?
Auch von uns ein ganz herzlichen Dank an Dich für die tollen, anspruchs- und niveauvollen Fragen, hat wirklich sehr viel Spaß gemacht sie zu beantworten. Und glaube mir, zu so Manchem könnte man noch so einiges schreiben ;-) !" 0 Kommentare lesen... >>
Warum bin ich heute mental an einem absoluten Tiefpunkt angelangt? Ich weiß es nicht.
Warum neige ich momentan zur Melancholie? Ich weiß es nicht.
Warum lässt mich der Alltag mit all seinen Ungerechtigkeiten einfach nicht mehr los? Ich weiß es nicht.
Warum schießen mir 1000 Gedanken durch den Kopf, 1000 Fragen stellen sich mir, eine innerliche Zerrissenheit macht sich breit. Ich weiß es nicht. Warum höre ich seit Tagen Musik, die mich emotional stark bewegt, die mich denkt und immer tiefer in den Abgrund reißt?. Ich weiß es nicht. Warum denke ich über so wahnsinnig vieles nach, über die Menschen, die mir so am Herzen liegen, über Vergangenes? Ich weiß es nicht. Warum sind meine Läufe so kraftlos und warum erscheinen mir vor Wochen noch mit Leichtigkeit gesteckte Ziele momentan so unerreichbar? Ich weiß es nicht. Warum finde ich keinen richtigen Rythmus mehr, nicht die Leichtigkeit und Gedankenlosigkeit? Ich weiß es nicht.
Wo ist die Kondition und Ausdauer, die mich noch vor Wochen ewig weit getragen hätte? Ich weiß es nicht. Warum zweifle ich an meinem Tun, laufe ich zu viel, zu schnell, sind die Ziele zu hoch? Ich weiß es nicht. Warum frage ich mich ob Geschwindigkeit und Bestzeiten die einzig wahren Ziele sind? Ich weiß es nicht. Sind Podestplätze erstrebenswert, sind sie die alleinigen Träume erfüllenden Elemente? Ich weiß es nicht. Ist das, was ich tue, des Guten zu viel, ist es noch gesund? Warum habe ich Zweifel? Ich weiß es nicht.
Sollte ich besser nur noch laufen um des Laufens Willen, ohne jedes Ziel? Ich weiß es nicht.
Warum hat mich so manch Gelesenes und in letzter Zeit so alles Passiertes so unheimlich nachdenklich gemacht? Ich weiß es nicht.
Warum hat man ab und an solche Phasen der inneren Leere? Ich weiß es nicht.
Am liebsten würde ich jetzt einfach laufen, weit, weit, weit, ohne Ziel, bis nichts mehr geht, stundenlang, kilometerweit, bis ich leer bin, die Schmerzen mich betäuben, der Lauf mich denkt. Warum? Ich weiß es nicht.
Wann das wieder aufhört? Ich weiß es nicht. 16 Kommentare lesen... >>
- weil mein süßer Schatz heute ihren letzten Arbeitstag vor Weihnachten hat
- weil ich mit ihr seit 11 Jahren sehr glücklich verheiratet bin
- weil wir alle bisherigen Schwierigkeiten gemeinsam gemeistert haben
- weil wir heute noch schön laufen gehen
- weil wir dann ein paar schöne Tage miteinander verbringen werden und es uns so richtig gemütlich machen
- weil bereits alle Vorbereitungen erledigt sind
- weil ich endlich Zeit habe den ganzen Datenkram auf meinem Laptop in Ordnung zu bringen
- weil morgen Heiligabend ist
- weil ich beim Sterntalerlauf von Christian die 300 Km schaffe
- weil wir bei der Blogatlonstaffel mitmachen
- weil ich für 2010 eine tolle Idee habe
- weil ich die ganze Welt umarmen könnte
- weil wir gesund sind
- weil es uns gut geht
- weil ich glücklich bin
- weil ich laufen kann
- weil mein Schatz heute folgendes in Ihrem Kalender hat

Ein Kinderbueno und ein Gutschein über
"Schlemmen im Restaurant Marone"
- weil wir so unheimlich liebe Blogbesucher haben
- weil Ihr uns alle so sehr ans Herz gewachsen seid
- weil es Freude macht liebgewonnene Menschen zu überraschen
WEIL DAS LEBEN SO SCHÖN IST! 8 Kommentare lesen... >>
Es ist 04:12, ich sitze vor dem Laptop, der Berlin-Marathon ist am Sonntag, ich schlafe nicht, obwohl es zweifelsohne besser wäre, klar, aber ich kann nicht, der Alltag lässt mich nicht, und es ist nicht meiner, es ist der meines Schatzes, und ich frage mich warum?
Seit, und es ist die Wahrheit, 9 Tagen!! kann sie jetzt nicht mehr richtig schlafen, hat Probleme mit dem Einschlafen, und wenn sie dann endlich schläft, ist die Nacht um etwa 2 Uhr wieder vorbei, wie furchtbar, und seit 3 Nächten zieht sie mich hinein, sie weint, ist ihres Lebens nicht mehr froh, und das belastet wiederum mich! Ich muss mir jetzt einfach hier Luft machen, es belastet mich zu sehr und macht mich wahnsinnig. Ich weiß, Gesundheit ist unser größtest Gut (sollte es sein), aber warum wird es, wenn man ausgerechnt im Gesundheitswesen arbeitet, so mit Füßen getreten? Ich habe Angst um die Gesundheit meiner Frau, und das nur, weil sich, sie arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis, die drei Ärzte nicht einig sind und all ihre Streitigkeiten über ihre Angestellten austragen. Aus Kostengründen wird Personal eingespart, aber das Übrige nicht effektiv eingesetzt, weil der eine mit dem anderen nicht kann, furchtbar, in welcher Welt leben wir eigentlich? Mein Schatz nimmt soetwas sehr mit, sie ist sehr gerechtigkeitsliebend, von Grund auf ehrlich, sehr direkt, und wird damit nicht fertig! Da hilft auch das Laufen nichts mehr, wir zerstreiten uns wegen Kleinigkeiten, verstehe ich ja, sie ist echt am Limit, immer gereizt, der Puls steigt merklich, Motivation zum Training (Laufen) hat sie praktisch nicht mehr (das kenne ich nicht von ihr) und wie gesagt, schlafen kann sie schon lange nicht mehr. Was muss man noch ertragen können um zu sagen "Stop"? Was ist die heutige Gesellschaft noch die Gesundheit wert? Keine Ahnung, viel kann es nicht sein! Haben Arbeitgeber das Recht mit der Gesundheit ihrer Angestellten zu spielen? Auf alle Fälle (ich bitte Rechtschreibfehler zu entschuldigen, es ist 4:30 Uhr und seit drei Nächten schlafe ich auch nicht mehr) leidet sie so schlimm, auch der Puls geht hoch, 3 Jahre Training, für nichts, die Schilddrüse verzeiht nichts...das sehen wir jetzt. Was soll aus Berlin werden, die Vorzeichen sind nicht gut, besser wir blieben zuhause...ihr Arbeitgeber gehört verklagt! Ehrlich, ihr könnt euch nicht vorstellen was dort abgeht, unglaublich! Momentan schläft sie, was ein Glück, ich werde auf der Couch schlafen um sie nicht zu wecken, und sie morgen (heute) erst einmal krank melden. WAS SOLL ICH TUN? Ich habe Angst um die Gesundheit meiner Frau! 6 Kommentare lesen... >>
Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst. Und heute ist so ein Tag, an dem mir das extrem aufgefallen ist. Was ist denn bloß mit den meisten Menschen los? Wieso ist der Mensch so undankbar, vergisst die kleinen Dinge im Leben wahrzunehmen, geht mit seinen Mitmenschen um wie der letzte Dreck? Das ist mir heute bei meinem Lauf so im Kopf herum gegangen. Ich arbeite in einer Praxis, in der jeden Tag über 300 Patienten ein und aus gehen und ich stelle immer wieder auf´s Neue fest, dass über die Hälfte der Menschen wahnsinnig anstrengend sind. Jeder ist sich selbst der nächste, kein Bitte kein Danke mehr, viele sind aggressiv, obwohl sie wirklich freundlich bedient werden, keifen sich schon an, nur weil sie Angst haben der andere wäre eine Sekunde früher dran. Das macht mir wirklich zu schaffen und kostet mich eine Menge Energie, die ich durch das Laufen wieder finde. Ich bin es manchmal Leid von anderen Menschen als Müllcontainer benutzt zu werden, für ihre Launen verantwortlich gemacht zu werden und auch für Ihren Alltagsfrust ie angeblich Schuldige zu sein. Ganz klar gesagt, die Menschheit kotzt mich manchmal an. Sicherlich gibt es auch andere, aber ich habe jeden Tag den Beweis dafür, dass die Menschheit zum größten Teil emotional verkümmert ist. Man sollte nicht so muffig durch den Tag gehen, sich nicht von kleinen Dingen den Tag überhaupt erst versauen lassen, viel mehr lachen, mit offenen Augen durch die Welt gehen, Natur genießen und überhaupt das Leben genießen, dankbar sein, dass die Natur so schön ist und wir darin Leben dürfen. Das Vergessen viele und in Ihrer Bitterkeit vermiesen sie sich jeden Tag und mit ihrem zum Teil fürchterlichen Verhalten auch den ihrer Mitmenschen. Aber nicht mit mir, denn auch aus diesem Grunde laufe ich so gerne, um Stress abzubauen, die Natur zu genießen, alles intensiv wahrzunehmen und einfach glücklich und ausgeglichen zu sein, kurz, im Einklang mit mir selbst.
Der Mensch kann Wunder nur erleben, wenn er bereit ist, sein Herz und seine Augen für sie zu öffnen. 4 Kommentare lesen... >>
"Laufen ist für mich eine Art der Selbstverwirklichung, eine Art des Freude empfindens, eine Art mich selbst zu finden, mich zu entspannen und auszupowern, meine Grenzen zu testen, gesünder zu leben und mich mit anderen zu messen, Zeit zum Nachdenken zu haben und abzuschalten. Kurz, Laufen ist meine Leidenschaft!" 0 Kommentare lesen... >>
Nachdem der Shin Splint mit einer nicht mehr zu ertragenden Beharrlichkeit einfach nicht von mir lassen kann bin ich fast schon gezwungen, neue Wege zu gehen. Wöchentliches 20 - 30 Km Laufen reichen mir bei Weitem nicht aus, vor allem fehlt mir da das Ausdauertraining über 3 Stunden bei einem Puls von mindestens 120! Auf meinem Ergometer im Keller ist das zwar theoretisch machbar, allerdings ist das auch wahnsinnig eintönig und monoton. Als Notlösung, bei Regen, da kann man das mal machen, aber nicht 2 - 3 mal in der Woche. Da würde man das Ganze aus Langeweile ganz schnell wieder sein lassen, und eben genau das möchte ich nicht, will ich doch meine Grundlagenausdauer, die in Folge des Shin Splintes schon stark gelitten hat, mindestens halten wenn nicht sogar verbessern.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu durchgerungen mir ein Bike anzuschaffen. Nichts besonderes, ein Rennrad, Bulls 600 Race mit kompletter Ultegraausstattung, Triathlonaufsatz und Radcomputer, 18 Gänge, Rahmenhöhe 54, Gewicht 9,6 Kg, 4 Jahre alt, keine 1000 Km gefahren, sturzfrei, bei Ebay für 451 €, Top Zustand, und für mich wirklich völlig ausreichend! Ich möchte ja nicht wirklich mit den Radfahren anfangen, nur bevor ich garnichts mache, oder zu wenig, da fahre ich eben lieber Rad! Ein teureres Rad wäre zwar bestimmt etwas leichter und hätte hier und da eine etwas bessere Komponenten, aber zu welchem Zweck? Ich bin und bleibe Läufer, ob ich in 6 Monaten noch 3 mal die Woche fahre weiß ich nicht, deshalb meine ich, dass dieses Rad ein guter Kompromiss ist. Ein neues Rad mit Ultegraausstattung kostet immerhin mehr als das Doppelte, aus meiner Sicht nicht nötig, also für mich nicht nötig. Als Einsteigerrad ist es bestimmt gut genug. So, ich werde mir eine Hose und einen Helm besorgen und heute Mittag, wenn es denn nicht regnet, auf eine erste 40er Tour starten. Anschließend wird mit meinem Schatz Kraft trainiert. 0 Kommentare lesen... >>
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