Läufers Weisheiten

Willst Du stark sein, so laufe, willst Du schön sein, so laufe, willst Du klug sein, so laufe. Laufen ist die beste Medizin!

Blog Infos

Als gebranntes Kind, was das Thema Blasen und schwarze Nägel anbelangt, habe ich festgestellt, dass diese bei mir durch eine falsche Schnürung der Schuhe verursacht wurde! Da ich bestimmt nicht der einzige bin mit solchen Problemen habe ich hier einmal versucht, ein paar vernünftige Infos zu diesem Thema zusammenzutragen. Ich hätte wirklich niemals für möglich gehalten, wie entscheidend dieses kleine "Laufdetail" doch ist und welche fatale Folgen es haben kann, hier Fehler zu machen.

Eine Schuhschnürung, die schlecht sitzt, drückt und den Fuß an sensiblen Stellen zu fest zusammenschnürt, ist unangenehm und kann sogar Verletzungen provozieren. Für Achillessehnenbeschwerden, Knochenhautreizungen, Blasen oder schwarze Fußnägel ist oft genug eine falsche Schuhschnürung die Ursache. Ausserdem hat es immer auch Auswirkungen auf den Laufstil, wenn der Laufschuh nicht richtig sitzt. Ein Laufschuh, so aus meiner eigenen Erfahrung, muss wie am Fuß festgewachsen sein. Fuß und Schuh müssen eins sein. Ein Laufschuh muss vor allem bequem sein - dies trifft auch auf die Schnürung zu. Zu fest geschnürt, drückt der Schuh oder stört die Durchblutung – zu locker verursacht Rutschen im Schuh, Stabilitätsverlust und Blasen. Zudem soll die Schuhschnürung der Anatomie des Fusses entsprechen.
Die Schnürsenkel wurden mit den Jahren immer robuster und ausgeklügelter. Heute sind sie im Querschnitt teilwese rund und vereinfachen das Zuschnüren. Knoten mit diesen «dicken» Schnürsenkeln können immer gelöst werden – mit dem entscheidenden Nachteil, dass diese Knoten beim Laufen auch schneller wieder aufgehen. Will man beim Wettkampf keine Zeit mit Schuhe binden verschwenden, hilft nur eine vernünftige Schnürung!
Daneben sollte immer beachtet werden, dass die Füße durch eine lange Belastung  anschwellen können und so die Schnürung etwas Spiel lassen muss.

Die traditionelle Kreuzschnürung...

Traditionell

... reicht in vielen Fällen aus!
Führe die Schnürsenkel je gegenüberliegend von oben nach unten in die untersten Löcher ein, ziehe dieselben durch das nächste, schräg gegen oben und gegenüberliegende Loch und arbeite Dich im Zick-Zack weiter noch oben.

Die Marathon-Schnürung...

Marathon

... für mehr Stabilität im Fersenbereich!

Für diese Schnürung werden die meist etwas seitlich angeordneten Löcher verwendet und dadurch entsteht ein festerer Halt. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass erfahrungsgemäss weniger Steinchen und lästige Teilchen in den Schuh kommen.
Dazu führe beim zweitobersten Loch die Schnürsenkel gerade nach oben und lass eine Schlaufe stehen.
Dann über Kreuz durch die gegenüberliegende Schlaufe ziehen und beide Bändel abwechslungsweise vom Schuh weg und gerade nach oben anziehen, bis der Halt passt. Danach binde die Schnürsenkel wie gewohnt.

Das Schnell-Schnürsystem...

Schnell
... wird von Triathleten bevorzugt: rein und loslaufen!
Durch elastische Bänder und die Spannvorrichtung lassen sich diese Spezialschnürsenkel (bei verschiedenen Anbietern erhältlich) perfekt für einen optimalen Sitz einstellen und die Schuhe sind sekundenschnell angezogen.

Das Hohlfuss-Schnürsystem...

Hohlfuss
... ist optimal auch bei einem hohen Rist.
Wenn die Schnürung auf den Rist drückt, können entweder ein oder zwei Löcher ausgelassen werden.
Oder aber die Schnürsenkel werden - statt überkreuzt – unter dem Obermaterial (seitlich) nach oben zum nächsten oder übernächsten Loch geführt. Das zweite Schnürsenkelende wird abwechselnd dazu auf der gegenüberliegenden Seite verschoben und nach dem selben Prinzip nach oben geführt.

Blaue Zehennägel (inkl. Hühneraugen & Co.)...


Zehen
... ist ein Zeichen, dass die Zehen etwas mehr Raum benötigen würden.

Dazu wird der Schnürsenkel vom Loch, welches am nächsten bei der kleinen Zehe ist quer und direkt zum gegenüberliegenden obersten Loch gezogen. Das andere Ende wird gerade zum parallel gegenüberliegenden untersten Loch und dann über kreuz (links-rechts-links...) noch oben geführt.

Für Unterpronierer...

... ist es ein Versuch wert, die Schuhe wie für Hohlfüsse oder hohem Rist zu binden.

Bei Achillessehnenbeschwerden...

Achilles
... sollten zwei Schnürsenkel verwendet werden: ein (kürzerer) Schnürsenkel wird durch die oberen drei Löcher gewohnt durchgezogen und offen gelassen. Ein zweiter Schnürsenkel wird durch die weiteren Löcher gezogen und wie gewohnt verknotet. Dies macht den Schuh flexibler und vermindert den Druck des Laufschuhschafts auf den oberen Fersenbereich.

Bei Knochenhautreizungen...

... wird der Schuh wie bei den Achillessehnenbeschwerden geschnürt.


Hier noch ein paar Variationen:

Für Verspielte: die «Tarantel»-Schnürung


Tarantel
führe die Schnürsenkel jeweils von unten durch das Loch nach oben und unter dem Schnürsenkel quer und zick-zack nach oben und binde diese am Schluss wie gewohnt.

Für Geradlinige: die «Alcatraz with a Twist»-Schnürung

Twist
führe die Schnürbändel statt wie gewohnt über kreuz jeweils in das nach oben darüberliegende Loch und gerade durch das Gegenüberliegende. Führe den Schnürsenkel an der Aussenseite jeweils gerade nach oben in das übernächste Loch und ziehe ihn wieder gerade zur gegenüberliegenden Seite.

Für Querdenker: die «Criss-Cross»-Schnürung

Cross
die Schnürsenkel werden ebenfalls von unten in die Löcher eingezogen und quer zum übernächsten freien Loch nach oben geführt.
Danach führst Du den Schnürsenkel gerade und unten durch ins nächste, darüberliegende Loch und quer retour zum paralell 2. Loch.
Anschliessend wird der Bändel unten durch zum obersten Loch geführt. Mit dem gegenüberliegenden, zweiten Schnürsenkel wird das Ganze seitenverkehrt und über Kreuz wiederholt.

Für Unentschlossene: die «Coiffeur»-Schnürung

Coiffeur
führe den einen Schnürsenkel von oben nach unten durch das erste Loch durch und weiter zum zweiten freien Loch quer nach oben.
Dann ziehst Du diesen von unten durch dieses und gerade zum gegenüberliegenden Loch.
Das zweite Ende des Schnürsenkels führst Du unten durch zum gerade darüberliegenden und dann ebenfalls zum gerade gegenüberliegenden.

Ich hoffe, diese Info hat ein wenig geholfen, auf das es nie wieder Blasen oder Druckstellen gibt!

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Ich verrate noch nicht zu viel, aber wen seht ihr hier wohl auf diesem Bild?

24-Stunden-Margitta

Genau, unsere ganz liebe Margitta - Ultraistgut!

Es sei nur so viel verraten: Haltet ihr bitte alle gaaaaaanz ganz fest die Daumen, sie kann es wirklich sehr gut gebrauchen. Nur eines schon mal verab, sie war sehr überrascht uns zu sehen und hat sich, genau wie wir, riesig gefreut Wink! Unsere Ultra ist eine ganz sympatische und liebenswerte Läuferin, genau wie wir uns das so vorgestellt haben! Smile Es war als würden wir uns schon ewig kennen, eine sehr herzliche Begrüßung und Begegnung, die ich nie wieder vergessen werde.

Alle weiteren Infos gibt es morgen, natürlich auch ein kurzer Bericht von Melanies Ultralauf über 8 Km beim WomensRun in Frankfurt!

So, und nun viel Spaß beim Erraten der Frage: Wo und bei was haben wir Margitta wohl getroffen?


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Nachdem ich jetzt von so vielen Seiten gebeten wurde den Artikel zu veröffentlichen, bitte sehr:

Bericht über mein 100 Km-Debüt in Leipzig Rubrik "MEIN ERSTES MAL"

erschienen in RunnersWorld, Ausgabe Mai 2010


Bild einfach anklicken (PDF)!
Hier ist der Film (bei den Filmen etwas nach unten scrollen)
Hier sind die Bilder!

 

RW 100 Km Leipzig_Seite_1


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Ober was wir sonst noch ausser dem Laufen machen: Heute war unsere erste Sitzung, hier einfach einmal ein paar Bilder:


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Morgen wird wieder gelaufen!

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Nach meinem gestrigen Magen-Darm-und Fieberproblem ging es heute wieder deutlich besser, sodass ich mich zwar nicht zum Laufen, dafür aber zum Krafttraining entschieden habe. Es viel mir zwar nicht ganz so leicht wie sonst, hätte aber schlimmer sein können. Mein Schatz hatte trainingsfrei.

Pressetermin mit dem Ingelheimer Wochenblatt bei der Lebensmittelausgabe für Bedürftige


Um weitere Spender zu finden kommt man an der lokalen Presse nicht vorbei, deshalb gab es heute einen Pressetermin vor ort. Fragen gab es für die Redakteurin so gut wie keine mehr, hatte sie sich doch schon bestens auf die Homepage über diese, wie sie es nannte, "Außergewöhnliche Spendenaktion" informiert. Ich bin sehr auf den Artikel gespannt. Aber eines bin ich mir absolut sicher: Egal was hierbei heraus kommt, jeder Cent ist hier sehr gut angelegt.


Ralf Blümlein vor dem Kältebus


Schon bei meinem Eintreffen wurde ich sehr nett empfangen, was mich sehr verwunderte, wusste doch niemand, was ich hier wollte. Nur das ich von meinem Erscheinungsbild hier wohl nicht hingehören würde, das hatten sich die Menschen wohl gedacht. Was mir sofort aufgefallen ist ist die Freundlichkeit und Ehrlichkeit dieser Menschen. Mein Gott, ich hätte ja im Leben nicht gedacht das es so viele Bedürftige in unserer Stadt gibt. Als ich dort ankam stand eine Schlange von etwa 50 Menschen vor der Ausgabe, und während unseres Interviews, welches etwa 30 Minuten dauerte, ebbte die Schlange nicht ab.


Und wer glaubt die Räumlichkeiten seien beheizt und die Bedürftigen könnten sich dort aufwärmen - weit gefehlt, kein Geld da, unglaublich! Menschen aller Generationen habe ich dort angetroffen, und was mich sehr betroffen gemacht hat, auch viele junge Familien mit Kindern. Diese haben sich so sehr geschämt, dass sie ihre Kinder zur Ausgabe vorgeschickt haben und nicht fotografiert werden wollten.


Es ist wirklich erschreckend.

Während wir gut situierten uns Gedanken machen, ob wir uns einen IPod Nano mit 8 oder 16 Gb kaufen sollen, machen sich diese Menschen Gedanken, wo sie eine wärmende Mütze und Handschuhe her bekommen können.
Während wir überlegen, ob wir lieber zum Chinesen oder zum Mexikaner essen gehen wissen viele Familien nicht, wie sie ihre Kinder satt bekommen können.

Und das im mitten unserer Stadt, Armut und Hunger direkt vor unserer Haustüre.

Diese Menschen sind sehr dankbar für jede Hilfe, darum wollen wir "Laufend etwas bewegen!"
Jeder Cent kommt an - garantiert!

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Natürlich sind wir heute auch gelaufen, 10 Km, aber das sei in diesem Post nur am Rande erwähnt.

Laufend etwas bewegen
!


handBei vielen unserer Trainingsläufe sahen wir Menschen, die unter Brücken und Autobahndurchführungen Schutz gegen Regen, Wind und besonders jetzt im Winter auch gegen die Kälte suchten. Was ist das für ein Leben wenn man ständig Angst haben muss Nachts zu erfrieren? Diese sogenannten „Penner”, „Tippelbrüder” und „Bettler” werden  von unserer Wohlstandsgesellschaft missachtet, oftmals aus ihren Unterschlüpfen vertrieben und sind nirgends gerne gesehen. Doch es sind Menschen, Menschen wie Du und ich, jeder mit einem ganz eigenen Schicksal. Das hat uns sehr nachdenklich und betroffen gemacht. Auch die Tatsache, dass es immer mehr Mitbürger sind, die nicht mehr genügend Geld für das Nötigste wie beispielsweise Lebensmittel aufbringen können und deshalb an der Tafel um etwas essbares anstehen stimmte uns sehr nachdenklich. Besonders der Umstand, dass es zunehmend auch jüngere Familien mit Kindern sind, die dort Hilfe suchen stimmt uns sehr nachdenklich und hat uns bewusst gemacht, dass wir um Armut zu erfahren nicht ins Ausland schauen müssen, nein, sie ist hier, in unserer Stadt, direkt vor unserer Haustür.

Der Glaube vieler aus unserer Gesellschaft, es würde sie nichts angehen und es würde sie ja niemals treffen ist ein Irrglaube. Jeden kann es treffen, durch Arbeitslosigkeit, Überschuldung, Verlust der Wohnung, Veränderungen im Familienumfeld, die Gründe sind sehr vielfältig.

Das alles hat uns dazu bewegt, diesen Menschen zu helfen, nicht weg zuschauen und sie zu ignorieren, sondern aktiv etwas für sie zu tun.

So entstand die Idee, durch unser Laufen selbst etwas zu bewegen, unser Hobby mit einem guten Zweck zu verbinden, eben "Laufend etwas zu bewegen". Wir wollen auf dieses gesellschaftliche Problem aufmerksam machen und mit dieser Aktion diesem Missstand aktiv entgegen wirken. Da wir alleine nicht in der Lage sind etwas nachhaltiges zu erreichen kamen wir auf den Einfall die Möglichkeit zu schaffen, für jeden von Melanie und Steffen gemeinsam erlaufenen Kilometer einen gewissen Betrag spenden zu können. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir ein Zeichen setzen.

Schauen Sie nicht weg, helfen Sie uns etwas gegen die zunehmende soziale Kälte, den Hunger, die Not und die Armut zu tun. Es geht uns alle an! Jeder Euro zählt und kommt garantiert zu 100 % an.

Informationen wie Sie uns unterstützen können finden Sie hier: "Ich möchte Spenden"

Am kommenden Freitag ist um 13 Uhr ein Pressetermin mit der Allgemeinen Zeitung Ingelheim, dem Wochenblatt sowie Herrn Blümlein, dem Vorsitzenden der Obdachloseninitiative „Platte" an der Ingelheimer Tafel. Die dann gedruckten Artikel werde ich selbstverständlich auch hier veröffentlichen.

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Erlangen/Lüdenscheid - Für viele Profi- und Freizeitsportler ist der Griff zur Schmerzpille eine Selbstverständlichkeit geworden. So hatten fast zwei Drittel der Läufer beim diesjährigen Bonn-Marathon bereits vor dem Start Schmerzmittel eingenommen. "Besonders schlimm ist, dass viele Hobbysportler bereits mit Schmerzen an den Start gehen, die Belastungen als gesundheitsfördernd betrachten und daher die Schmerzen und Schmerzmittel in Kauf nehmen", sagt Professor Kay Brune vom Institut für Klinische Pharmakologie an der Uni Erlangen-Nürnberg.

Brune hat beim Bonn-Marathon die Befragung durchgeführt. "Wer bereits vor Beginn der sportlichen Aktivität unter Muskel- und Gelenkschmerzen leidet, sollte überhaupt nicht starten." Darüber hinaus dürften, wenn schon unbedingt nötig, nur die richtigen Schmerzmittel - zum Beispiel niedrig dosiertes Ibuprofen - zum Einsatz kommen, und zwar nach der sportlichen Leistung, nicht vorher. Der Körper muss bereits die Wasser- und Salzverluste ausgeglichen haben, dadurch werden Herz und Niere geschont.

Werden die Medikamente schon vor dem Wettkampf geschluckt, so werden Magen, Darm, Niere und Kreislauf zusätzlich beansprucht. "Bedenklich ist, dass manche Teilnehmer nach Langstreckenläufen, Radrennen und Schwimmveranstaltungen unter akuten Störungen der Nierenfunktion und der Funktion des Magen-Darm-Traktes leiden", sagt Brune. "Manche der Läufer müssen sogar unmittelbar nach der sportlichen Höchstleistung operiert werden und verlieren Teile der inneren Organe."

Ernst Jakob, Chefarzt für Innere Medizin an der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid, bestätigt Brunes Beobachtungen. Er befragte sämtliche 2000 Teilnehmer des Plettenberg-Marathons. Fazit: Jeder zweite Läufer gab an, "regelmäßig oder gelegentlich bei solchen Events" Schmerzmittel zu nehmen. Die Palette war durchaus bunt, von Voltaren über Diclofenac, Ibuprofen, Aspirin bis Paracetamol war alles dabei. "Das Phänomen ist relativ verbreitet. Als Arzt begegne ich immer wieder Patienten mit Anzeichen einer Niereninsuffizienz", sagt Jakob. "Das Problem wird bislang aber völlig missachtet, da passiert zu wenig in dem Bereich." Die Läufer würden nicht bedenken, dass während der sportlichen Anstrengung eine Umverteilung des Blutes von den inneren Organen hin zur Muskulatur und Haut stattfände. "Die Nieren werden in der Durchblutung zurückgefahren. Auch der Magen-Darm-Trakt ist während der sportlichen Anstrengung schlechter durchblutet. Entsprechend ist die toxische Belastung durch das Medikament stärker." Die Folgen seien nicht nur Nierenschäden, sondern auch Geschwüre am Zwölffingerdarm. Wie anfällig gerade Sport-Freaks für Schmerzmittelmissbrauch sind, wurde auch deutlich, als im vergangenen Jahr das Ergebnis einer kleinen amerikanischen Studie mit 36 Teilnehmern wochenlang im Internet kursierte.

Angeblich, so die Studie, führe die regelmäßige Einnahme von Ibuprofen oder Paracetamol - parallel zu einem leichten Muskeltraining - zu einem deutlichen Wachstum von Muskelmasse und -kraft. Dass eine frühere Untersuchung derselben Forscher zu anderen Ergebnissen geführt hatte, interessierte die Mucki-Gemeinde nicht. Auch die Rezeptpflicht garantiert übrigens nicht, dass Schmerzmittel immer bestimmungsgemäß verordnet werden. So schossen die Verordnungszahlen des eigentlich nur für extrem starke Schmerzen wie Steinkoliken oder Operationsschmerzen zugelassenen Medikaments Metamizol binnen zehn Jahren um 218 Prozent in die Höhe: von 27 auf 86 Millionen Tagesdosen.

Für 2008 verzeichnet der "Arzneiverordnungsreport" mit 101 Tagesdosen sogar einen "sehr ausgeprägten Zuwachs" von 16 Prozent, was auch deshalb als problematisch betrachtet wird, weil die leichtfertige Gabe von Metamizol dessen sichere Wirkung bei starken Schmerzen gefährdet. Je höher der Absatz, desto häufiger wurden zum Teil schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfARM) mahnte deshalb kürzlich die Ärzte, das Medikament auf keinen Fall länger als eine Woche anzuwenden. Sonst steige das Risiko eines allergischen Schocks. Bei leichten und mittelstarken Schmerzen oder zur vorschnellen Fiebertherapie verbiete sich das Mittel. Diese "Kontraindikationen" scheinen aber immer häufiger von Ärzten missachtet zu werden, kritisierte das BfARM.

Auch rezeptfreie Schmerzsalben sind nicht risikofrei: Vor der bedenkenlosen Verwendung warnte soeben die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA: Die äußere Anwendung von Diclofenac, das gern bei leichten Sportverletzungen wie Zerrungen und Prellungen verwendet wird, könne zu schweren Leberschäden führen. Wer die Salbe länger als vier Wochen benutzt, sollte vorsichtshalber seine Leberwerte bestimmen lassen.

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Wir feiern 1 Jahr runningfreaks.de

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Läufer, Ultras, Sportverrückte, Surfer, Blogger, Kommantatorinnen und Kommentatoren oder Sonstiges, unsere Homepage in der jetzigen Form, also mit eigener Domain, wurde exakt vor einem Jahr ins Leben gerufen. Anfänglich noch ohne die Möglichkeit zu kommentieren, gedacht als Infoseite und Trainingstagebuch. Viel Lob, aber auch Tadel wurde uns in dieser eigentlich doch recht kurzen Zeit zu Teil und wir waren stets bemüht den Wünschen zu entsprechen und schnellst möglich umzusetzen (z.B. die Möglichkeit des Kommentierens, der RunnsersChat, die Blogroll, Feeds usw.). So entstand nach und nach der Blog in seiner jetzigen Form. Besonders die Besucherzahlen und die mittlerweile doch recht zahlreich verfassten Artikel sind doch recht ordentlich, bedenkt man, dass es sich doch eigentlich "nur" um eine privat, aber mit viel Liebe, betriebene Site handelt. Hier einmal ein paar Zahlen:

Besucher: ca. 59.000, das ist ein Tagesschnitt von 161 (zu Beginn waren es zwischen 10 und 20)
Verfasste Artikel und Beiträge: 862
Blogkommentare: 587, leider gingen bei etwa 200 die Beitragszuordung verloren (Hackangriff)
Fotos: 1984 eingestellte Bilder
Videos: 21 (aus Platzgründen wurden allerdings 9 bereits wieder gelöscht)
Momentan genutzter Speicher: 5,12 GB
Traffic/ Monat: mittlerweile ca. 20 GB

Auch einen Hackerangriff haben wir erfolgreich gemeistert, kurzum, wir sind schon ein wenig stolz auf das erschaffene und erreichte Cool!

Aber, dies wäre ohne Euch niemals möglich gewesen. In guten Zeiten habt Ihr uns des öfteren zum Lachen gebracht, so manches mal aber auch zum Nachdenken angeregt, aber auf jeden Fall immer durch Eure Gedanken bereichert. Auch in schweren Zeiten habt Ihr uns stets zur Seite gestanden und uns so gut es ging versucht zu helfen. Dafür möchten wir uns ganz recht herzlich bei Euch allen bedanken! Das tut wirklich sehr gut und motiviert immer wieder auf´s Neue Euch an unseren Erlebnissen teil haben zu lassen.

Ich hoffe Ihr habt Spaß bei uns, findet die Informationen, die ihr sucht, freut und leidet so manches mal mit uns und bleibt uns auch in Zukunft treu.
Es ist schön so viele wirklich sehr nette Gleichgesinnte, wenn auch zum größten Teil nur virtuell, gefunden zu haben. Ihr seid eine echte und wertvolle Bereicherung in unserem Leben geworden und ich weiß, dass wir noch sehr viel, zu einem großen Teil auch gemeinsam in der realen Welt, erleben werden (z.B. Weeze 2010). Und darauf freuen wir uns sehr!

Es ist schön mit Euch, DANKE!

Kiss Melanie und Steffen Smile

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Schön das es unseren Blog gibt, nur dumm wenn man nur Einträge eines bestimmten Themas lesen will. Diese Möglichkeit gab es bis heute leider noch nicht. Alle Beiträge waren unter "Blog" zusammengefasst, egal ob Training, Wettkampf, irgendwelche Infos, alles war gemischt. Dies soll sich nun ändern und ihr somit die Möglichkeit bekommen, auch ältere Artikel leichter wieder zu finden. Gut, das geht auch über die Suchfunktion, aber es ist wirklich angenehmer vorselektieren zu können. Ich hoffe Euch gefällt dieses neue Feature.

 

Im linken Menü habt Ihr also absofort nach dem Klicken auf "Blogeinträge nach Themen" neue Untermenüpunkte zur Auswahl.


So, viel Spaß wünscht,
Euer Steffen

 


Am 25.10.2009 feiert unsere Homepage übrigens einjähriges Jubiläum!

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Fast zwei Drittel der Läufer beim diesjährigen Bonn-Marathon hatten vor dem Start Schmerzmittel eingenommen, meistens aus pharmakologischer Sicht falsche Präparate oder falsche Mengen. Das ergab eine Umfrage unter 1.000 Starter durch Erlanger Forscher um Prof. Dr. Kay Brune, deren Ergebnisse beim Deutschen Schmerzkongress in Berlin vorgestellt wurden. Die Forscher warnen Sportler eindringlich vor solchem Leichtsinn: Studien zeigen, dass die Wirkstoffe die durch sportliche Anstrengung ohnehin verursachten Belastungen für Magen-Darm-Trakt, Niere und Kreislauf verstärken. Die Risiken seien unabsehbar.

Nur 11% der befragten 1.000 Hobbyläufer hatten sich vor dem Start ärztlich untersuchen lassen.
Besonders die flächendeckende Einnahme von Schmerzmitteln stimmt die Forscher nachdenklich: "Schmerzlindernde Arzneimittel werden bei intensiver sportlicher Belastung unkontrolliert und ohne ärztliche Beratung eingenommen", so Prof. Brune, der Leiter der Forschungsguppe der Uni Erlangen. "Daraus können erhebliche Gesundheitsprobleme entstehen."

Häufig: Blut im Urin, Übelkeit, Erbrechen

Die in Schmerzmitteln enthaltenen Wirkstoffe verstärken die durch sportliche Anstrengung ohnehin verursachten Belastungen für Magen-Darm-Trakt, Niere und Kreislauf zusätzlich. Leichte Symptome einer Schädigung, wie Blut im Urin, Übelkeit, Erbrechen und Blut im Stuhl, treten daher mit großer Regelmäßigkeit auf. "Bedenklich ist, dass zahlreiche Teilnehmer nach Langstreckenläufen, Langstreckenradrennen und Langstreckenschwimmveranstaltungen unter akuten Störungen der Nierenfunktion und der Funktion des Magen-Darm-Traktes leiden", erklärt Prof. Brune. "Manche müssen unmittelbar nach der sportlichen Höchstleistung operiert werden und verlieren Teile der inneren Organe." In welchem Umfang die Medikation ursächlich zum Auftreten von Herz-Kreislauf-Störungen bis hin zum Infarkt und Tod durch Arrhythmie führt, ist ungeklärt. Studien über die pathogenen Mechanismen, die zu solchen Zwischenfällen führen, wurden aufgrund einiger schwerer Zwischenfälle bei Ironman-, Marathon- und Ultramarathonläufen angestoßen.

Mit Schmerzen nicht starten

Die Spezialisten raten dazu, wenn überhaupt, erst nach der sportlichen Aktivität Schmerzmittel einzunehmen und mit bestehenden Schmerzen gar nicht erst zu starten. "Besonders schlimm ist, dass viele Freizeitsportler bereits mit Schmerzen an den Start gehen, die Belastungen als gesundheitsfördernd betrachten und daher die Schmerzen und Schmerzmittel in Kauf nehmen", unterstreicht Prof. Brune. "Wer bereits vor Beginn der sportlichen Aktivität unter Muskel- und Gelenkschmerzen leidet, sollte überhaupt nicht starten." Die Spezialisten empfehlen darüber hinaus, - wenn unbedingt nötig - die richtigen Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen, niedrig dosiert) nach der sportlichen Höchstleistung einzunehmen, wenn der Körper die Wasser- und Salzverluste wieder ausgeglichen hat. Dadurch würden Niere und Herz geschont.

Quelle: IDW, Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V.

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