Blog Training
Eigentlich wollte ich mit meinem Schatz ja in Leipzig gemeinsam die 100 Km laufen, doch wegen meines immer noch nicht ganz abgeheilten Blasenproblemes am linken kleinen Zeh war daran nicht im entferntesten zu denken. Außderdem wollte ich größere Probleme vermeiden und meinen Start beim Kölnpfad in 3 Wochen nicht riskieren. Meli hätte also alleine laufen müssen, wozu sie aber absolut keine Lust hatte. Außerdem waren wir ja bereits 3 mal dort, es fehlte also auch an einem gewissen "mal wieder etwas neues" - Anreiz. .
Andererseits hatten wir uns schon auf ein Wiedersehen mit einigen Lauffreunden gefreut, Silvan Basten und Holger Brill z.B., die uns nun hoffentlich nicht ob unseres Fernbleibens böse sind. Für Silvan lief es ja absolut super, schaffte er doch eine fantastische neue PB mit grandiosen 9:23:15, auch hier nochmals herzlichen Glückwunsch dazu!
Für Holger lief es weniger gut. Die ersten 30 Km absolvierte er in einem atemberaubenden Tempo - um dann bei Km 35 derart umzuknicken, das er nur noch gehend die Runde beenden und aus dem Rennen ausscheiden musste, schade! Irgendwie erinnert mich das an meinen 50er in Eschollbrück....Lieber Holger, ich drücke dir die Daumen das es nichts schlimmeres ist und wünsche dir gute Besserung...ausgerechnet jetzt...so knapp vor dem Spartathlon!!!!

Und wir? Schweren Herzens entschieden wir uns dazu zuhause zu bleiben. Wir wollten, eben wegen meines Zehes, nicht zu viel riskieren und haben uns dann für ein Samstagsläufchen mit ordentlich Höhenmetern durch den heimischen Taunus entschieden. Also unsere Trinkrucksäcke gepackt, die passende Karte mit der geplanten Strecke auf´s Handy geladen und schon konnte es los gehen. Allerdings sind wir diesmal nicht wie letztes Jahr mit dem Auto in den Rheingau gefahren, sondern gegen Mittag mit den Rädern an die Mohle gefahren.

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Dort die Bikes abgestellt und mit der Fähre nach Mittelheim übergesetzt.

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Vom Wetter her hatten wir ja einigermaßen Glück, wobei ich sagen muss, dass es wirklich sehr schwül war und ich doch ordentlich schwitzen musste...
Drüben angekommen ging es dann auch direkt vom Ufer aus los.

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Durch Mittelheim durch über die Weinberge direkt in die Wälder des Taunus. Und wie soll ich sagen, es war einfach nur herrlich! Sogar ein Reh kreuzte völlig unbehelligt nur wenige Meter vor uns den Weg, ohne sich auch nur im geringsten von unserm Tun stören zu lassen, wunderbar. Nur bis ich das Handy "Fotobereit" hatte...naja, Pech gehabt, man kann eben nicht alles haben!!

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Oben angekommen ging es dann entlang der "Hohestraße", welche ein einfacher Weg ist, bis zum höchsten Punkt an dieser Stelle, der "Kalten Herberge", die mit 619 Meter über Null den höchsten Berg des Rheingaus bildet. Von dort führte die Strecke dann vorbei an der "Hallgarter Zange", einem Aussichtsturm mit ehemals Gastronomie, der leider seit 2003 keinen Pächter hat und entsprechend als Bau- und Investitionsruine geschlossen ist.

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Von hier aus ging es dann abwärts Richtung Kloster Eberbach, in welchem die Innenaufnahmen des Filmklassikers "Der Name der Rose" gedreht wurden. Klar das wir hier ein kleines Päuschen gemacht und uns das Ganze etwas angeschaut haben!

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Nach der Stärkung mit Müsliriegel und Wasser ging es dann wieder weiter, entlang der wunderschönen Weinberge Richtung Hallgarten.

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Die Aussicht von dort über den Rhein auf unser schönes Rheinhessen und eben auch unser Ingelheim ist einfach nur der Hammer! Von Mainz bis nach Bingen kann man hier die Blicke schweifen lassen, ja sogar der Donnersberg ist zu sehen!

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Überhaupt war das der reinste Genusslauf, gab es doch so viele wunderschöne Passagen und Streckenabschnitte entlang altehrwürdiger und geschichtsträchtiger Mauern und Schlösschen.

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Gibt es etwas schöneres als läuferisch die Umgebung zu erkunden, jeden Meter zu genießen und die vom Regen gereinigte frische Luft in seinen Lungen aufzusaugen?


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Schade das die Trauben noch nicht reif waren...

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Doch leider war nach 28 Km alles schon wieder vorbei, sodass wir nach etwa 3:30 Stunden wieder in Mittelheim ankamen. Dort gab es erst einmal eine leckere Traubensaftschorle und einen Laugenbrezel!

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Wenig später kam dann auch schon wieder die Fähre, die uns in nur 6 Minuten Fahrzeit wieder zurück nach Ingelheim und zu unseren Rädern brachte.

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So endete dann auch unser samstäglicher Ausflug in den Rheingau - aber wir kommen wieder, und die nächste Strecke steht auch schon fest, allerdings ist diese dann ohne "Rückfahrschein" und entsprechend etwas länger.

Hier ist unsere gelaufene Strecke
Hier gibt´s noch mehr Bilder
Hier ist die geplante nächste Taunustour